Tourismussaison naht
Lasterweise neuer Sand für Wangerooges Badestrand

Rund 30.000 Kubikmeter Sand fehlen laut der Insel nach dem Winter an Wangerooges Badestrand. Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa
Rund 30.000 Kubikmeter Sand fehlen laut der Insel nach dem Winter an Wangerooges Badestrand. Foto
© Peter Kuchenbuch-Hanken/dpa
Die Strandkörbe stehen bereit, doch ohne Sand geht nichts: Nach den Winterstürmen fehlen an Wangerooges Badestrand rund 30.000 Kubikmeter Sand – um den heranzuschaffen ist schweres Gerät nötig.

Kurz vor Beginn der neuen Tourismussaison richtet die Nordseeinsel Wangerooge ihren Badestrand wieder her. Denn nach den vergangenen Sturmfluten im Winterhalbjahr fehlen nun rund 30.000 Kubikmeter Sand am Badestrand, wie Kurdirektorin Rieka Beewen auf dpa-Anfrage mitteilt. Das sei eine ähnlich große Menge Sand, die schon nach dem Winter 2024/2025 fehlte. Nun wird mit Kipplastern, sogenannten Dumpern, Sand aus einem Reservoir im Inselosten an den Badestrand gefahren. 

Im vergangenen Winterhalbjahr hatten laut Beewen zwei sehr frühe Sturmfluten die Insel getroffen und Sand abgetragen. Danach habe es weniger Stürme gegeben. "Im Gegenteil, der Ostwind hat noch etwas Sand wieder an den Strand getragen", sagt die Kurdirektorin. Doch zum Baden und Aufstellen der Strandkörbe reicht der vorhandene Sand nicht. 

Mit einer Nachtschicht hatte das Sandfahren am Montagabend begonnen. Denn die Arbeiten sind abhängig von den Wasserständen. "Wir fahren in zwei Schichten je sechs Stunden bei Niedrigwasser, wie in den Vorjahren auch", sagt Beewen. Allerdings mussten die Arbeiten wegen dichten Nebels an der Küste abgebrochen werden. Am Dienstagmorgen rollten die Dumper wieder. 

Was der neue Badestrand kostet

Voraussichtlich drei Wochen lang sollen die insgesamt vier Kipplaster neuen Sand an den Strand bringen. Mit einer Raupe wird der Sand dann dort verteilt. Über die Osterfeiertage soll das Sandfahren pausieren. Die ersten Strandkörbe stehen laut Kurverwaltung auch schon am Badestrand bereit. Rund 100 seien bereits über die anstehenden Osterfeiertage vermietet worden. 

Den Sand aufzufahren lässt sich die ostfriesische Insel, die fast ausschließlich vom Tourismus lebt, etwas kosten. "Derzeit rechne ich mit Kosten von rund 200.000 bis 230.000 Euro, wobei ich den angestiegenen Dieselpreis noch nicht berücksichtigt habe", teilt die Kurdirektorin mit. Denn der Dieselpreis lasse sich angesichts der Eskalation im Nahen Osten zurzeit schlecht vorhersagen.

dpa