Artenschutz
Zehntausende Maifischlarven im Rhein ausgesetzt

Der Maifisch verbringt den größten Teil seines Lebens im Meer. (Archivbild) Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Vom Rhein ins Meer und zurück: Der wandernde Maifisch ist eine faszinierende Art. Jedoch war seine Population in Europa drastisch geschrumpft. Wie ein Projekt die Maifische zurückbringt.

Zehntausende kleiner Maifischlarven sind in Wiesbaden in den Rhein ausgesetzt worden, um den Wanderfisch bei seiner Wiederansiedlung zu unterstützen. Ursprünglich war der Maifisch in Westeuropa sehr weit verbreitet. Aufgrund von Gewässerverschmutzung, Wanderhindernissen und Überfischung gingen die Bestände in der Vergangenheit sehr stark zurück. An dem länderübergreifenden Projekt für seine Wiederansiedlung sind unter anderem Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beteiligt. 

In seinem Lebenszyklus wechselt der Maifisch zwischen Süß- und Salzwasser hin und her. Nach dem Aussetzen der Larven im Rhein wandern die jungen Fische im Laufe des Jahres zurück ins Meer, wie der Biologe Andreas Scharbert erläuterte. Im Alter von drei bis acht Jahren kehren erwachsene Tiere zum Laichen in die Flüsse zurück. Ein erstes europäisches Projekt zur Wiederansiedlung startete 2007. „Es funktioniert“, sagte Scharbert. Es seien bereits zahlreiche Rückkehrer festgestellt worden, die sich auch wieder natürlich im Rhein vermehrt hätten.

dpa