Monet, Matisse und Cézanne - der Düsseldorfer Kunstpalast zeigt rund 180 Exponate aus der deutschen Privatsammlung Scharf Collection. Die Ausstellung mit Werken aus dem frühen 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart wurde zuvor erstmals in Berlin gezeigt und war mit rund 170.000 Besuchern ein Publikumserfolg. Bis zum 9. August 2026 kann die Ausstellung mit vielen Meisterwerken namhafter Künstler in Düsseldorf besucht werden.
Die Scharf Collection geht zurück auf den Berliner Sammler Otto Gerstenberg (1848-1935). Im Zweiten Weltkrieg gingen viele seiner gesammelten Werke verloren. Trotzdem gelang es Gerstenbergs Tochter Margarethe Scharf, einen großen Teil der Sammlung zu retten. Später vererbte sie diese an ihre beiden Söhne Walther und Dieter Scharf.
Beeindruckendes Erbe
Walther Scharf, seine Frau Eve und ihr Sohn René setzten das Kunstsammeln mit dem Schwerpunkt auf französische Kunst fort und ergänzten Werke bedeutender Künstler wie Monet, Cézanne, Bonnard, Matisse und Picasso. Viele dieser Werke, unter anderem die berühmte "Waterloo Bridge" von Claude Monet, sind in der Ausstellung zu bestaunen.
Heute führen René Scharf und seine Frau Christiane die Sammlung bereits in vierter Generation fort und erweiterten sie um internationale zeitgenössische Kunst, etwa von Sam Francis, Daniel Richter und Katharina Grosse. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt allerdings auf französischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.
Lange wollten René und Christiane Scharf mit ihrer Kollektion nicht an die Öffentlichkeit. "Aber dann hielten wir es für zu schade, dass die Bilder nur von vielleicht dreißig Leuten im Jahr angeschaut werden, die bei uns zu Hause vorbeikommen", sagt René Scharf. "Die Kunst lebt weiter. Wir werden eines Tages nicht mehr da sein."
180 Exponate aus drei Jahrhunderten
Auch der Generaldirektor des Kunstpalastes Düsseldorf, Felix Krämer, hat dazu beigetragen, die Ausstellung öffentlich zu zeigen. "Ich habe René vor Jahren in Frankfurt kennengelernt. Damals hat er mich eingeladen, mir seine Sammlung anzuschauen", sagt Krämer. Die Sammlung habe ihn so beeindruckt, dass er René Scharf in den vergangenen Jahren regelmäßig kontaktiert habe, um nachzufragen, ob er seine Ausstellung mit einem breiteren Publikum teilen möchte.
Die Ausstellung in Düsseldorf umfasse 60 Werke mehr als der Vorgänger in Berlin, sagt Kathrin DuBois, Kuratorin der Ausstellung. Gezeigt werden die Kunstwerke in elf Räumen, in chronologischer Reihenfolge.