Besuch bei THW und BBK in Bonn
Innenminister Dobrindt rückt Bevölkerungsschutz in den Fokus

Der Bundesinnenminister betont den Stellenwert des Ehrenamts. Foto: Oliver Berg/dpa
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Neue Roboter, Spezialfahrzeuge und Energiepakete: Deutschland rüstet im Katastrophenschutz auf. Das liegt laut Bundesinnenminister Dobrindt auch an hybrider Kriegsführung gegen Deutschland.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat bei einem Besuch in Bonn die Relevanz des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes in Deutschland betont. "Wir befinden uns nicht im Krieg. Dieser Satz ist absolut wichtig. Aber wir sind in einer Situation, in der wir von hybrider Kriegsführung tagtäglich betroffen sind", sagte der CSU-Politiker bei einem Besuch des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW). 

"Wir rüsten auf beim Bevölkerungsschutz. Und das muss nicht nur in den Köpfen und in den Behörden stattfinden, sondern es muss vor allem bei den Kräften vor Ort stattfinden. Das geht mit Technologie, das geht mit Ausstattung, mit Ausrüstung, mit Ausbildung", so der Innenminister.

Man erhöhe die Mittel, "weil die Gefahrenlage größer geworden ist", sagte Dobrindt. "Wir haben uns in der Vergangenheit gerüstet für Naturkatastrophen. Heute rüsten wir uns für Katastrophen aller Art." Am 20. Mai wolle die Regierung Elemente des sogenannten Pakts für den Bevölkerungsschutz veröffentlichen.

Dobrindt dankt den Ehrenamtlichen

Der Innenminister betonte bei dem Termin in Bonn die Wichtigkeit des Ehrenamts für die Krisenvorsorge. Das Schutzversprechen des Staates beruhe auf ehrenamtlichen Kräften. Diesen sprach er mehrfach seinen Dank aus.

Im Mittelpunkt des Termins standen vor allem technische Neuerungen und die Ausstattung der Einsatzkräfte. Ein wesentlicher Programmpunkt war die Übergabe von Spezialfahrzeugen für den Zivilschutz, die unter den Ländern verteilt werden.

Während seines Rundgangs besichtigte der Minister auch eine mobile Atemschutzübungsstrecke des THW, Spezialcontainer zur Dekontamination bei Gefahrenlagen sowie das Robotersystem "ROMATRIS", ein KI-gestützter Roboter auf vier Rädern, der bis zu 150 Kilogramm Nutzlast transportieren kann. Zudem wurde ein Energiepaket (Stromerzeuger, Tankanlagen und Zubehör) für die Hilfe in der Ukraine präsentiert.

dpa

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