Wegen einer amerikanischen Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg haben am Mittwochabend rund 3.250 Menschen in Moers ihre Unterkünfte verlassen müssen. Noch am Abend meldete die Stadt den Fund einer zweiten, kleineren Bombe. Diese wurde zusammen mit der größeren Bombe kurz nach Mitternacht erfolgreich gesprengt.
Der erste Blindgänger war bei Arbeiten für ein neues Wohnquartier an der Straße „Am Fünderich“ entdeckt worden. Besonders problematisch war, dass der Zünder beim Aufprall der Fliegerbombe vor Jahrzehnten zerschellte. Deshalb plante der Kampfmittelräumdienst eine kontrollierte Sprengung statt einer Entschärfung der Bombe. Dafür wurde ein Bereich im Umkreis von 800 Metern um die Fundstelle evakuiert. Knapp 600 Feuerwehrleute und etwa 150 Einsatzfahrzeuge rückten wegen der brisanten Lage aus.
Krankenhaus und Altenheim betroffen
Betroffen waren unter anderem ein Krankenhaus mit etwa 450 Patienten sowie ein Seniorenheim mit rund 200 Bewohnern. Hinzu kamen rund 2.600 Anwohner. Als Notunterkunft diente die Sporthalle eines Gymnasiums.
Die Evakuierung der Privathäuser wurde laut Stadtverwaltung am Abend abgeschlossen. Die Räumung des Krankenhauses und des Seniorenstifts verzögerte sich hingegen zunächst. Ursprünglich sollten alle Betroffenen ihre Häuser, Wohnungen und Einrichtungen bis 18.00 Uhr verlassen haben. Kurz vor Mitternacht meldete die Stadt schließlich den Abschluss der Evakuierung.