Kostendruck
Bauern- und Winzerverband: Iran-Konflikt belastet Landwirte

Stickstoffdünger in der EU war im April nach Angaben der EU-Kommission rund 70 Prozent teurer als im Durchschnitt 2024. (Symbolb
Stickstoffdünger in der EU war im April nach Angaben der EU-Kommission rund 70 Prozent teurer als im Durchschnitt 2024. (Symbolbild) Foto
© Philipp Schulze/dpa

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Die Krise rund um die Straße von Hormus sorgt für höhere Energiekosten – und treibt damit die Preise für stickstoffhaltige Düngemittel nach oben.

Die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus treibt die Preise für stickstoffhaltige Düngemittel nach Angaben des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd weiter nach oben. Grund seien vor allem steigende Energiekosten, da die Herstellung von Dünger stark von Gas und anderen Energieträgern abhänge, teilte eine Sprecherin in Mainz mit. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeute dies deutlich höhere Produktionskosten.

Viele hatten ihren Bedarf für die laufende Saison dem Verband zufolge vor Beginn des Krieges gedeckt. Der Einkauf für das kommende Wirtschaftsjahr stehe aber aus. Branchenvertreter warnen daher, dass die Auswirkungen der Preissteigerungen mittelfristig nahezu alle Betriebe treffen werden.

Aktionsplan der EU-Kommission

Eine Entspannung sei bislang nicht in Sicht, die Preise lägen weiter deutlich über dem Niveau vor Kriegsbeginn. Neben gestörten Lieferketten belasteten eingeschränkte Produktionskapazitäten den Markt, sagte die Sprecherin. Gleichzeitig bleibe die weltweite Nachfrage nach Düngemitteln hoch.

Die EU-Kommission habe zwar mit einem Aktionsplan reagiert und Einfuhrzölle auf stickstoffhaltige Düngemittel wie Ammoniak und Harnstoff aus Drittländern für ein Jahr ausgesetzt. Dies sorge kurzfristig für Entlastung. Jedoch reichten die bisherigen Maßnahmen für eine nachhaltige Senkung der Kosten nicht aus.

dpa

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