Ein Baukran ist in Erkrath nahe Düsseldorf beim Versetzen von Baumaterial auf einen Rohbau gekippt. Der Haken schlug nach Angaben der Feuerwehr ins Dach eines Wohnhauses ein. Die Sicherungsmaßnahmen an dem Kran in Schieflage würden voraussichtlich den ganzen Mittwoch andauern.
Drei Gebäude sind nach dem Unfall am frühen Dienstagabend evakuiert worden. Die Bewohner kamen den Angaben zufolge vermutlich privat unter. Ein viertes Gebäude soll vorübergehend ebenfalls noch evakuiert werden. Für die Sicherungsmaßnahmen ist das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz.
Schaden und Ursache noch unklar
Damit der Kran nicht zurückfallen kann, ist die Bodenplatte samt 30 Tonnen schweren Kontergewicht mit einem Holzstapel abgestützt worden. Danach soll der Kranmast mit dem Rohbau verbunden werden, damit er nicht wegrutschen kann. Anschließend könne der Kranarm festgezurrt und demontiert werden.
Die Ladung Gipskartonplatten, die am Haken des Kranes hing, landete an der Giebelseite des Wohnhauses. Es wird von einem Statiker begutachtet. Wenn der Kranhaken aus dem Hausdach entfernt ist, soll ein provisorischer Schutz vor Regen aufgebracht werden, erklärten Vertreter von Feuerwehr und THW.
Zur Schadenshöhe machte die Feuerwehr zunächst noch keine Angaben. Die Ursache des Baustellenunfalls muss ebenfalls noch ermittelt werden. Die "Rheinische Post" berichtete über den umgekippten Kran und den Einsatz.