Kriminalität
Tatverdächtiger Vater muss nach Messerattacke in U-Haft

Der Verdächtige wurde am Sonntag im Polizeipräsidium Bochum der Haftrichterin vorgeführt. Foto: Christoph Reichwein/dpa
Der Verdächtige wurde am Sonntag im Polizeipräsidium Bochum der Haftrichterin vorgeführt. Foto
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Eine Gewalttat mit einem toten 13-Jährigen und zwei Schwerverletzten erschüttert Witten. Verdächtigt wird der Vater des Getöteten. Er wurde nun einer Haftrichterin vorgeführt.

Nach dem tödlichen Messerangriff auf eine Familie in Witten kommt der Vater und mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Eine Haftrichterin beim Amtsgericht Bochum erließ einen Haftbefehl wegen eines Tötungsdelikts gegen den 40-Jährigen, wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Beschuldigte habe keine Angaben gemacht, sagte Sprecher Jan Finke. Die Ermittlungen zu Tathergang und Motiv dauern an. In den kommenden Tagen sollen weitere Zeugen vernommen werden. 

Der Mann wird verdächtigt, seine Ehefrau, die Tochter sowie den 13 Jahre alten Sohn am Samstag während eines Streits mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Kurz danach starb der Junge. Der 40-Jährige wurde festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht. Mutter und Tochter werden laut Staatsanwaltschaft im Krankenhaus noch immer intensivmedizinisch behandelt. Sie seien inzwischen aber außer Lebensgefahr, hieß es.

Das Motiv ist weiter unklar. Zu den Hintergründen der Tat in der Ruhrgebietsstadt machen die Ermittler derzeit keine weiteren Angaben. Der Verdächtige besitzt die deutsche Nationalität und ist laut Polizei bislang nicht auffällig geworden. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.

dpa