Strafprozess
Familienvater gesteht vor Gericht Tötung seiner Frau

Der Familienvater auf der Anklagebank. Foto: Martin Höke/dpa
Der Familienvater auf der Anklagebank. Foto
© Martin Höke/dpa
Ein Familienvater gesteht vor Gericht, seine Ehefrau in Monheim getötet zu haben. Wie Schulden, Spielsucht und ein Streit zur tödlichen Eskalation führten.

Ein Familienvater aus Monheim hat vor Gericht gestanden, seine Ehefrau umgebracht zu haben. "Ja, ich habe die Tat begangen und meine Frau getötet", sagte der 36-jährige Angeklagte zum Beginn des Totschlagprozesses am Düsseldorfer Landgericht. "Ich habe meinen Kindern die Mutter genommen. Ich schäme mich."

"Sie hat mir wieder mal Vorwürfe gemacht, weil ich vom Konto Geld abgehoben und ausgegeben hatte", sagte der Schichtarbeiter aus - "wegen meiner Spielsucht". 46.000 Euro Schulden habe er angehäuft. Seiner Frau, die in Leverkusen einen Friseurladen betrieb, wurde das offenbar zu viel.

Am Tatabend habe sie ihm gesagt, dass sie die Scheidung wolle. "Da habe ich schwarzgesehen", sagte der 36-Jährige. Er habe die 35-Jährige auf das Ehebett geworfen und versucht, sie zu erwürgen. Als das ihm das nicht gelang, habe er sein Knie so lange auf ihren Hals gedrückt, bis sie erstickt sei.

Tochter am Tattag eingeschult

Anschließend habe er die beiden gemeinsamen Töchter geweckt und mit den damals vier- und sechsjährigen Mädchen die Wohnung verlassen. Die ältere Tochter war erst am Tattag eingeschult worden.

Später sei er dann mit seinen Kindern im Auto nach Leverkusen gefahren. Dort hatte sich der Angeklagte auf einer Polizeiwache gestellt und angegeben, seine Frau im Streit getötet zu haben. Den Polizisten hatte der zweifache Vater damals gesagt, er habe sich mit seiner Frau um Geld gestritten.

Der zweifache Vater, ein Deutsch-Türke, sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bis Ende April noch vier weitere Verhandlungstage angesetzt.

dpa