Internationaler Hebammentag
Rheinland-Pfalz bei Kaiserschnittrate im Mittelfeld

Die regionalen Unterschiede bei der Kaiserschnittrate sind hoch. (Archivbild) Foto: Daniel Karmann/dpa
Die regionalen Unterschiede bei der Kaiserschnittrate sind hoch. (Archivbild) Foto
© Daniel Karmann/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Immer häufiger kommen Kinder per Kaiserschnitt zur Welt. Binnen 30 Jahren hat sich der Anteil dieser operativen Eingriffe in Deutschland fast verdoppelt. Aber die regionalen Unterschiede sind groß.

Noch nie seit der Wiedervereinigung sind bundesweit mehr Kinder in Kliniken per Kaiserschnitt geboren worden. Mit 33 Prozent erreichte der Anteil der Kaiserschnitte an den deutschen Klinik-Geburten den seither höchsten Wert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Rheinland-Pfalz liegt im Mittelfeld. 

"In Bezug auf die Geburtshilfe gibt es in Deutschland große regionale Unterschiede", so die Statistiker. Am höchsten war der Anteil der Entbindungen per Kaiserschnitt in Hamburg mit 36,4 Prozent. Es folgte das Saarland mit einer Kaiserschnittrate von 35,9 Prozent und Hessen mit 35,6 Prozent. 

Den niedrigsten Anteil von Kaiserschnitten an den Klinik-Geburten gab es in Sachsen (27,4 Prozent), gefolgt von Brandenburg (27,6 Prozent) und Berlin (29,9 Prozent). In Rheinland-Pfalz beträgt der Anteil laut Statistischem Bundesamt 33,3 Prozent. 

654.600 Frauen haben 2024 in deutschen Krankenhäusern entbunden, 215.900 von ihnen per Kaiserschnitt. Seit 1991 hat sich die Kaiserschnittrate der Statistik zufolge mehr als verdoppelt: Damals waren nur 15 Prozent aller Klinikgeburten ein Kaiserschnitt. Am 5. Mai ist der Internationale Hebammentag.

dpa