Abfall
Mehr Anträge für grenzüberschreitende Mülltransporte

Für grenzüberschreitende Mülltransporte gelten künftig neue Regeln. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa
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Sachsen-Anhalt verzeichnet mehr Anträge für grenzüberschreitende Mülltransporte. Was sich durch die Digitalisierung des Verfahrens für Umwelt und Behörden ändert.

Die Zahl der Anträge zur grenzüberschreitenden Müllentsorgung in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr weiter deutlich gestiegen. Das Landesverwaltungsamt verzeichnete 2025 insgesamt 228 sogenannte Notifizierungsanträge, 2024 waren es noch 139 Anträge gewesen, 2023 genau 173 Anträge, wie eine Behördensprecherin mitteilte. Bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres seien 62 Anträge eingegangen. 

Mit Abfällen wird national und international gehandelt. Die Abfälle werden auf Straßen, Schienen und auf dem Wasser transportiert und überschreiten dabei auch Ländergrenzen. Für diese Transporte sei eine sogenannte Notifizierung notwendig, damit die Behörden nachvollziehen können, welcher Abfall wohin gebracht wird. 

Für Beschleunigung und Transparenz: Verfahren wird digitalisiert

Das Verfahren wird jetzt digitalisiert, was laut der Sprecherin des Landesverwaltungsamts große Vorteile für Mensch und Umwelt bringt. Zum einen gehe es um Beschleunigung: Abfall soll schneller an seinen Zielort gebracht werden. Andererseits gehe es um einen Beitrag zu mehr Transparenz; illegale Abfalltransporte sollten so verhindert werden. Die entsprechende neue EU‑Abfallverbringungsverordnung tritt vollständig am 21. Mai 2026 in Kraft, hieß es weiter.

Viel Müll von außerhalb Sachsen-Anhalts in hiesigen Anlagen

Laut dem Statistischen Landesamt wurden in den 393 sachsen-anhaltischen Abfallentsorgungsanlagen im Jahr 2024 insgesamt 12,1 Millionen Tonnen Abfälle behandelt. Das sei ein Anstieg um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewesen. Fast die Hälfte (5,7 Millionen Tonnen) der angenommenen Abfälle stammte aus Sachsen-Anhalt, aus anderen Bundesländern wurden 6,0 Millionen Tonnen an die sachsen-anhaltischen Entsorgungsanlagen angeliefert. Etwas mehr als 4 Prozent (0,5 Millionen Tonnen) kamen aus dem Ausland. Es handelt sich um die jüngsten verfügbaren Daten.

dpa