Gut ein Jahr nach dem Großbrand in einer Brennstoffanlage in Bernburg hat das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt die Wiederinbetriebnahme genehmigt. Die Anlagenbau Umweltprojekt GmbH bereite derzeit die Wiederaufnahme der Produktion von Ersatzbrennstoffen vor, teilte die Behörde mit.
Großbrand im Frühjahr 2025
Im April 2025 war in der Lager- und Aufbereitungshalle auf dem Gelände des Bernburger Zementwerks im Salzlandkreis ein Feuer ausgebrochen. Rund 200 Tonnen Mischkunststoffe gerieten in Brand, große Teile der Halle sowie Fördertechnik wurden beschädigt. Verletzt wurde niemand. Wegen der starken Rauchentwicklung war damals auch die Bevölkerung gewarnt worden.
Nach Angaben des Landesverwaltungsamtes stellte die Staatsanwaltschaft Magdeburg die Ermittlungen zur Brandursache im Juli 2025 ein. Anschließend seien umfangreiche Reinigungs-, Prüfungs- und Sicherungsarbeiten erfolgt. Der Wiederaufbau erfolge weitgehend im bestehenden genehmigten Anlagenkonzept.
Keine höhere Belastung erwartet
Die Anlage dient der mechanischen Behandlung nicht gefährlicher, heizwertreicher Abfälle und ist für einen Jahresdurchsatz von bis zu 66.000 Tonnen genehmigt. Änderungen an Kapazität, Lagermengen oder Durchsatz seien nicht vorgesehen. Nach Prüfung der Unterlagen seien keine zusätzlichen Umweltbelastungen zu erwarten, hieß es.
Brandschutz soll verbessert werden
Zugleich soll der Brandschutz erweitert werden. Geplant sind unter anderem automatische Brandlöschturbinen, Infrarotkameras zur Früherkennung sowie ein Löschwasserbehälter. Damit sollen die Sicherheitsstandards über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus verbessert werden.