Freizeit
Badespaß vor der Haustür - Sachsen-Anhalts Seen im Überblick

Der Goitzschesee bei Bitterfeld-Wolfen ist heute ein beliebtes Ziel für Badegäste und Wassersportler. (Archivbild) Foto: Sebasti
Der Goitzschesee bei Bitterfeld-Wolfen ist heute ein beliebtes Ziel für Badegäste und Wassersportler. (Archivbild) Foto
© Sebastian Willnow/dpa

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Noch zeigt sich der Frühling wechselhaft - doch der Sommer rückt näher. In Sachsen-Anhalt bieten zahlreiche Seen Abkühlung. Ein Überblick.

Der April zeigt sich noch wechselhaft, mit Regen und teils kühlen Temperaturen. Doch der Sommer ist nicht mehr weit - und mit ihm die Badesaison. Angesichts steigender Spritpreise und höherer Kosten für Flugreisen - auch infolge der angespannten Lage auf den Energiemärkten - könnten für viele Urlauberinnen und Urlauber in diesem Jahr Ziele vor der Haustür noch attraktiver werden.

Sachsen-Anhalt bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten: Zwischen Altmark und Burgenlandkreis laden Dutzende Seen zum Baden ein. Viele von ihnen sind aus ehemaligen Tagebauen entstanden und heute aufwendig renaturiert. Andere sind natürliche Gewässer mit langer Tradition als Ausflugsziel.

Ein Überblick über besonders beliebte Badeseen im Land:

Osten Sachsen-Anhalts

Großer Goitzschesee

Der Goitzschesee bei Bitterfeld-Wolfen zählt zu den bekanntesten Badeseen Sachsen-Anhalts. Wo einst Braunkohle gefördert wurde, finden sich heute mehrere Strandabschnitte, Promenaden sowie Angebote für Wassersport und Gastronomie.

Seelhausener See

Direkt neben der Goitzsche entwickelt sich mit dem Seelhausener See ein neuer Anziehungspunkt. Ein erster Strandabschnitt ist bereits angelegt und dürfte in diesem Sommer erstmals Badegäste anziehen. Die weitere touristische Erschließung läuft jedoch noch: Geplant ist unter anderem ein größeres Ferienresort. Rund um den See gibt es zudem bereits einen ausgebauten Rundweg, der sich für Spaziergänger, Radfahrer und andere Freizeitsportler eignet. Der See liegt an der Grenze zu Sachsen und ist damit auch für Ausflügler aus dem Raum Leipzig interessant.

Süden Sachsen-Anhalts

Geiseltalsee

Als einer der größten künstlichen Seen Deutschlands bietet der Geiseltalsee im Süden Sachsen-Anhalts, westlich von Halle, viel Raum für Erholung. Rund um den See, etwa bei Mücheln, gibt es mehrere Badestellen sowie Möglichkeiten zum Segeln, Radfahren und Campen. Für Aufsehen sorgte im vergangenen Sommer ein vermeintlicher Puma, der sich später wohl als Hauskatze entpuppte.

Süßer See

Der Süße See im Mansfelder Land liegt in einer von Weinbau geprägten Landschaft und bietet mehrere ausgewiesene Badestellen. Besonders an warmen Sommerabenden sorgt die Umgebung für fast mediterranes Flair.

Norden Sachsen-Anhalts

Arendsee

Der Arendsee in der Altmark ist der größte natürliche See Sachsen-Anhalts und mit rund fünf Quadratkilometern Fläche sowie bis zu 50 Metern Tiefe auch einer der tiefsten Seen Norddeutschlands. Mit Strandbad, Stegen und viel Natur ist er seit Jahrzehnten ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende.

Raum Magdeburg 

Barleber See

Der Barleber See im Norden Magdeburgs zählt zu den wichtigsten Naherholungsgebieten der Landeshauptstadt. Neben Sandstrand gibt es Campingmöglichkeiten, Gastronomie und Wassersportangebote.

Neustädter See

Der Neustädter See liegt stadtnah und ist vor allem bei Familien beliebt. Neben Badebereichen gibt es Sport- und Freizeitangebote. Je nach Wetterlage kann es hier allerdings zeitweise zu Einschränkungen etwa durch Algen kommen.

Was Badegäste beachten sollten

Nicht alle Badestellen sind überwacht. Während an einigen Seen Rettungsschwimmer im Einsatz sind, fehlt diese Aufsicht an vielen frei zugänglichen Uferbereichen. Badegäste sollten deshalb vorsichtig sein und ihre Fähigkeiten realistisch einschätzen.

Im vergangenen Jahr sind in Sachsen-Anhalt nach Angaben der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) sieben Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Die meisten Unglücke ereigneten sich in Seen. Die DLRG weist darauf hin, dass viele Badeunfälle in unbewachten Gewässern passieren.

Wasserqualität und Saison

Nach Angaben des Landes werden zahlreiche Badegewässer regelmäßig überwacht. Die Wasserqualität ist vielerorts gut bis sehr gut. Badegäste sollten dennoch auf ausgewiesene Bereiche achten, da nicht alle Uferzonen freigegeben sind - etwa aus Gründen des Natur- oder Artenschutzes.

Die offizielle Badesaison in Sachsen-Anhalt beginnt in der Regel Mitte Mai und läuft bis Mitte September. In dieser Zeit werden die Gewässer regelmäßig kontrolliert. Je nach Wetter und örtlichen Regelungen können einzelne Strandbereiche aber auch früher oder später zugänglich sein.

Mit steigenden Temperaturen dürfte die Nachfrage nach Abkühlung schnell steigen. Wer früh plant, kann sich die besten Plätze an den Seen im Land sichern - ganz ohne lange Anreise.

dpa