Getreideernte
Regen macht Bauern Hoffnung – Preise bleiben Sorgenkind

Nach den Regenfällen der vergangenen Wochen hoffen viele Bauern in Sachsen-Anhalt auf bessere Erträge beim Getreide. (Archivbild
Nach den Regenfällen der vergangenen Wochen hoffen viele Bauern in Sachsen-Anhalt auf bessere Erträge beim Getreide. (Archivbild) Foto
© Jens Büttner/dpa

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Nach langer Trockenheit hoffen Bauern in Sachsen-Anhalt dank Regen auf eine bessere Ernte. Doch das Wetter der nächsten Wochen bleibt entscheidend.

Regen nach langer Trockenheit macht den Bauern in Sachsen-Anhalt Hoffnung auf eine ordentliche Getreideernte. Die Ausgangslage sei derzeit "schon mal als gut einzuschätzen", teilte der Bauernverband Sachsen-Anhalt auf Anfrage mit. Entscheidend werde allerdings das Wetter in den kommenden Wochen sein.

Regen zur rechten Zeit

Nach Angaben des Verbandes kamen die Niederschläge der vergangenen zwei Wochen für viele Betriebe zur rechten Zeit. Nach einem "kalten und trockenen Frühjahr" seien die aktuellen Temperaturen und Regenfälle "sehnlichst von den Ackerbauern erwartet worden". Bis zur Ernte bleibe jedoch noch viel Zeit für die Entwicklung der Kulturen.

Zugleich warnte der Bauernverband vor möglichen Risiken durch anhaltend kühle und feuchte Witterung. "Wenn es weiter kühl bleiben sollte und der Niederschlag nur in ausreichenden Mengen kommt, bietet das ebenso Potenzial für Schädlinge und Krankheiten, die sich in den Kulturen ausbreiten können", hieß es. In vielen Maisbeständen sei zuletzt zudem eine deutliche Gelbfärbung sichtbar gewesen - ein Hinweis auf die niedrigen Temperaturen.

Regionale Unterschiede erwartet

Regional rechnet der Verband erneut mit deutlichen Unterschieden bei den Erträgen. Gründe seien unter anderem unterschiedlich hohe Niederschlagsmengen sowie verschiedene Bodenqualitäten. "Zum jetzigen Zeitpunkt kann mit einer regional entsprechenden, durchschnittlichen Ernte gerechnet werden", erklärte der Verband. Sollten die Bedingungen stabil bleiben, "darf auch von einer guten Ernte ausgegangen werden".

Niedrige Preise belasten Betriebe

Sorge bereiten vielen Betrieben allerdings die niedrigen Getreidepreise. "Die Erzeugerpreise liegen deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre, gleichzeitig bleiben viele Kosten hoch", teilte der Bauernverband mit. Das derzeitige Preisniveau bei Weizen, Gerste oder Roggen reiche aus Sicht vieler Ackerbaubetriebe kaum aus, um höhere Ausgaben für Betriebsmittel, Technik, Energie und Pacht auszugleichen. Die aktuelle Marktlage werde deshalb "eher mit Sorge und Zurückhaltung bewertet".

dpa