Grund und Boden
Leichter Wertzuwachs bei Bauland in Sachsen-Anhalt

Baugrundstücke in Sachsen-Anhalt haben sich verteuert. Die Bodenrichtwerte sind gestiegen, wie aus den neuesten Daten des Gutach
Baugrundstücke in Sachsen-Anhalt haben sich verteuert. Die Bodenrichtwerte sind gestiegen, wie aus den neuesten Daten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Sachsen-Anhalt hervorgeht. (Archivbild) Foto
© Bernd von Jutrczenka/dpa
Bis zu 450 Euro pro Quadratmeter in Halle-Lettin – aber nur zehn Euro in der Altmark: Was die neuen Bodenrichtwerte für Käufer und Bauherren in Sachsen-Anhalt bedeuten.

Die Bodenrichtwerte für Bauland in Sachsen-Anhalt sind in den zurückliegenden zwei Jahren leicht gestiegen. "Den höchsten Zuwachs von sieben Prozent sehen wir bei den Gewerbegebieten", sagte Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP). Konkret würden beispielsweise entlang der Autobahntrassen Quadratmeterpreise von bis zu 100 Euro erzielt. 

Spitzenpreis: 450 Euro in Halle-Lettin

Die Bodenrichtwerte für Einfamilienhausgebiete seien im Vergleichszeitraum durchschnittlich um fünf Prozent gestiegen. Die höchsten Werte werden traditionell in den Großstädten ermittelt. Der Spitzenwert liegt den Angaben zufolge bei 450 Euro pro Quadratmeter in Halle-Lettin. In einzelnen dezentralen Ortschaften wie in der Altmark oder an der Landesgrenze zu Brandenburg liegen die Werte dagegen bei zehn Euro je Quadratmeter.

Bei landwirtschaftlich genutzten Flächen hängt der Quadratmeterpreis von der Ertragsfähigkeit der Böden ab. Die Spanne reicht von deutlich über vier Euro je Quadratmeter für Ackerböden in der Magdeburger Börde bis zu 0,75 Euro für ackerbaulich wenig nutzbare Flächen des Oberharzes um Elbingerode oder Hasselfelde. 

Daten können kostenfrei digital abgerufen werden

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für einen Quadratmeter unbebauten Boden in einem abgegrenzten Gebiet. Ermittelt wird er vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Sachsen-Anhalt. In Sachsen-Anhalt gibt es 10.704 Bodenrichtwertzonen für Bauland und 215 für land- und forstwirtschaftlich genutzt Flächen. Die Daten sind kostenfrei im Geodatenportal des Landes abrufbar.

Für die Ermittlung des konkreten Bodenwerts eines Einzelgrundstücks seien individuelle Anpassungen des Bodenrichtwertes an die spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Grundstückes notwendig, teilte das Ministerium mit.

dpa