Die FDP-Spitzenkandidatin für die sachsen-anhaltische Landtagswahl, Lydia Hüskens, hat ihrer Partei angesichts schwacher Umfragewerte Mut zugesprochen. "Die freien Demokraten waren nie so wichtig wie heute. Welche Partei soll denn die Freiheit noch verteidigen, wenn Rechts und Links immer breiter werden?", sagte Hüskens bei einem Landesparteitag in Magdeburg.
Die Liberalen als Teil der schwarz-rot-gelben Landesregierung hätten Erfahrung mit der Verantwortung. "Wir haben wahnsinnig viel geschafft im Rahmen dessen, was wir als freie Demokraten wollen. Und darauf können wir alle zusammen stolz sein, denn wir haben alle zusammen dazu beigetragen." Es stehe eine Zeit bevor, in der Politik mit weniger Geld gemacht werden müsse, so Hüskens. "Es ist keine Zeit für Amateure und es ist recht keine Zeit für Parteien, die unsere Demokratie verachten."
Hüskens, die Ministerin für Infrastruktur und Digitales ist, sagte: "Wenn wir weiter vorankommen wollen, dann brauchen wir jetzt eine Politik mit einer klaren Handschrift für die Menschen, die etwas leisten wollen, die verantwortungsbereit sind, die mit Freiheit umgehen können, auch, damit diejenigen, die das nicht können, Unterstützung und Hilfe kriegen können. Und diese Politik gibt es nur mit einer Partei, den freien Demokraten." Die Liberalen setzen auf Bürokratieabbau, Erleichterungen für Unternehmen, eine Gründeroffensive, schnellere Genehmigungen und mehr Investitionen.
Jüngsten Umfragen zufolge liegt die FDP bei drei Prozent. Damit käme sie nicht mehr in den Landtag. Bei dem Parteitag wollen die Liberalen ihr Wahlprogramm beschließen. Die Landtagswahl ist für den 6. September angesetzt.