Nach Durchsuchungen
Mehr als 30 illegale Prostitutionsstätten geschlossen

In Sachsen-Anhalt und Berlin durchsuchen Hunderte Polizisten verschiedene Immobilien im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Schleus
In Sachsen-Anhalt und Berlin durchsuchen Hunderte Polizisten verschiedene Immobilien im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Schleuserkriminalität und illegaler Prostitution. (Symbolbild) Foto
© Daniel Karmann/dpa
Am Mittwoch hatten Hunderte Einsatzkräfte Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Sie wurden fündig. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Bei Durchsuchungen wegen Schleuserkriminalität und Prostitution sind die Ermittler in Sachsen-Anhalt fündig geworden. In 39 Objekten trafen die Einsatzkräfte nahezu überall Personen an, die der Prostitution nachgingen, wie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle mitteilte. 

16 Personen thailändischer, kolumbianischer und chinesischer Nationalität ohne Aufenthaltsgenehmigung seien festgestellt worden. Mehr als 30 illegale Prostitutionsstätten wurden geschlossen. 

Zudem stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher wie Handys, Laptops und Mietverträge. Sie beschlagnahmten hochwertige Vermögenswerte, darunter Uhren, Schmuck und Handtaschen. Auch ein fünfstelliger Bargeldbetrag wurde sichergestellt.

Am Mittwoch hatten rund 500 Polizisten Immobilien in Berlin und Sachsen-Anhalt durchsucht. Mehrere Deutsche und eine asiatisch-stämmige Person im Alter zwischen 27 und 40 Jahren stehen im Verdacht, vor allem Frauen aus dem asiatischen Raum illegal nach Deutschland geholt zu haben. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frauen als Prostituierte arbeiteten, um etwa das für die Schleusung verlangte Geld zu zahlen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Hintergrund sind Ermittlungen des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt und der Bundespolizei gegen sieben Hauptbeschuldigte.

dpa