Wegen eines Warnstreiks stehen Busse und Straßenbahnen in Teilen Sachsen-Anhalts still. In Magdeburg, Halle und dem Burgenlandkreis hat der Ausstand im Nahverkehr am Morgen begonnen, wie Sprecher der Gewerkschaft Verdi bestätigten. "Die Kollegen und Kolleginnen stehen bei Eiseskälte vor den Toren und zeigen mit Nachdruck, dass sie hinter den Forderungen stehen", sagte Verdi-Sprecherin Katja Fiebiger in Halle.
In der Landeshauptstadt sollen bis Dienstag 2.30 Uhr keinen Straßenbahnen und Busse der Magdeburger Verkehrsbetriebe fahren. In der Nacht zu Dienstag soll der Verkehr dann wieder schrittweise aufgenommen werden, wie das Unternehmen vorab mitteilte.
Neben Bussen und Straßenbahnen in Magdeburg, Halle und dem Burgenlandkreis sind nach Angaben der Gewerkschaft auch Behörden und Ministerien betroffen. Aufgerufen zum Streik sind unter anderem Beschäftigte der Landesstraßenbaubehörde, der Universität Magdeburg, der Hochschule Magdeburg-Stendal, der Autobahn GmbH des Bundes sowie Ministerien und Landesdienststellen.
Gewerkschaft fordert Entlastungen und mehr Geld
Für die Beschäftigten im Nahverkehr fordert Verdi eine 35-Stunden-Woche. Zusätzlich soll die Zeit zwischen den Schichten verlängert werden. Im öffentlichen Dienst geht es der Gewerkschaft um eine Erhöhung der Gehälter um sieben Prozent, mindestens jedoch um 300 Euro monatlich. Die Forderungen werden vom Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Sachsen-Anhalt als "maßlos" abgelehnt.