Der sachsen-anhaltische AfD-Politiker Ulrich Siegmund hat den Vorwurf zurückgewiesen, seine unternehmerische Tätigkeit nicht korrekt bei der Landtagsverwaltung angezeigt zu haben. Die Einleitung eines Prüfverfahrens sei "unnötig", sagte Siegmund der Deutschen Presse-Agentur. "Die jeweiligen Beteiligungen habe ich dem Landtag jährlich und ordnungsgemäß mitgeteilt, so dass ich den Meldepflichten nachgekommen bin."
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Siegmund führt die AfD als Spitzenkandidat in den Wahlkampf. Laut Medienberichten sollen dem 35-Jährigen Fehler bei veröffentlichungspflichtigen Angaben zu seiner unternehmerischen Tätigkeit unterlaufen sein. Die Verwaltung des Landtags von Sachsen-Anhalt bestätigte, dass sie ein entsprechendes Prüfverfahren eingeleitet hat.
Die Landtagsverwaltung sei auf seine unternehmerische Tätigkeit als Geschäftsführer und Gesellschafter ordnungsgemäß hingewiesen worden, sagte Siegmund. Mittlerweile hat sich der AfD-Politiker jedoch davon zurückgezogen. "Ich habe inzwischen sämtliche Firmenbeteiligungen abgegeben, um mich vollständig auf die Aufgabe der Ministerpräsidentenkandidatur zu konzentrieren."