Den Jahresauftakt hatten sie sich in Magdeburg anders vorgestellt. Auf das souveräne 3:0 bei Eintracht Braunschweig folgten zwei Pleiten, in denen Zweitligist 1. FC Magdeburg teils in überwunden geglaubte Muster zurückfiel. Da wundert es nicht, dass im Anschluss an das 1:2 gegen Hannover 96 in der Mixed Zone die Worte "unclever" und "dumm" fielen.
Beim 0:1 war der FCM aufgrund einer Behandlungspause in Unterzahl, spielte aber trotzdem risikovoll nach vorn und ließ sich am Ende auskontern. "Das ist einfach unclever gewesen. Vielleicht einfach den Ball hintenrum laufenlassen, bis ich wieder vom Schiedsrichter reingewunken werden kann", analysierte Verteidiger Tobias Müller. Der 31-Jährige musste wegen einer blutenden Lippe außerhalb des Platzes behandelt werden. "Das war einfach dumm von uns", pflichtete Marcus Mathisen seinem Partner in der Innenverteidigung bei.
Magdeburg kämpfte sich zwar nach der Pause zurück und glich aus, kassierte dann jedoch innerhalb von zwei Minuten den nächsten Gegentreffer. "Der Knackpunkt ist das schnelle Fallen des 1:2, wo man mit dem Ausgleich im moralischen Aufwind ist und damit mehr verwalten muss", sagte Trainer Petrik Sander. Statt zu verwalten, war die zweite Halbzeit dann "ein bisschen wild" (Mathisen), kein Team kam zu Spielkontrolle, hatte aber noch Torchancen, deren beste aus Magdeburger Sicht Mathisen an die Latte setzte.
Mit nur noch einem Punkt Vorsprung vor Schlusslicht Greuther Fürth - dem nächsten Gegner der Elbestädter - muss der FCM am nächsten Freitag (18:30 Ihr, Sky) unbedingt drei Punkte holen, um im Keller nicht weiter abzurutschen. Mathisen gab sich optimistisch: "Wenn du heute das Spiel gesehen hast und auch letzte Woche, sind wir auf einem guten Weg, spielen oft ganz guten Fußball."
Die unnötigen Patzer muss Magdeburg bis zum Spiel in Franken allerdings abstellen, wie auch Mathisen weiß: "In Fürth müssen wir gewinnen." Sonst droht dem FCM wieder die rote Laterne.