Warnstreik bei den Stadtbussen Warnstreik im Norden: Pendler brauchen Alternativen

Auch in den anderen drei kreisfreien Städten Lübeck, Neumünster und Flensburg nicht. (Symbolbild) Foto: Carsten Rehder/dpa
Auch in den anderen drei kreisfreien Städten Lübeck, Neumünster und Flensburg nicht. (Symbolbild) Foto
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Warnstreik legt Busverkehr lahm: In großen Städten in Schleswig-Holstein fahren am Montag ab Betriebsbeginn keine Stadtbusse mehr. Was Verdi fordert.

Wer am Montag mit dem Bus zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt will, muss sich in Schleswig-Holsteins großen Städten Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg nach Alternativen umsehen. Denn wegen eines Warnstreiks bleiben die Stadtbusse in den vier kreisfreien Städten bereits zum Betriebsbeginn in ihren Depots. "Im Wesentlichen wird der Busverkehr zum Erliegen kommen", sagte der Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, Jan Jacobsen, der Deutschen Presse-Agentur.

Im Tarifstreit bei den großen kommunalen Busunternehmen im Norden hat die Gewerkschaft Verdi die Busfahrer zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind bis Betriebsschluss die Busse der KVG in Kiel, der Stadtwerke Lübeck Mobil, des SWN Stadtverkehrs in Neumünster und des Unternehmens Aktiv Bus in Flensburg.

Demonstration in Lübeck

Streikende aus Schleswig-Holstein und dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern sind zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration von 10.00 Uhr an hinter dem Gewerkschaftshaus in Lübeck aufgerufen.

Am 18. Februar findet die zweite Runde der Tarifverhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag statt. Nach Angaben von Verdi-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring fordert die Gewerkschaft spürbar bessere Arbeitsbedingungen und ein komplettes Gehalt als Jahressonderzahlung. 

Zuletzt hatte es 2024 größere Warnstreiks der Busfahrerinnen und Busfahrer im Norden gegeben.

dpa