In Sachsens Personennahverkehr sind immer häufiger Elektrobusse im Einsatz. Zwar werde die Zahl der eingesetzten Busse und die Antriebsart nicht zentral erfasst, teilte das Infrastrukturministerium auf dpa-Anfrage mit. Bekannt sei aber, dass von August 2021 bis Juni 2025 von den Unternehmen rund 180 saubere und emissionsfreie Busse angeschafft wurden. "Diese sind überwiegend batterieelektrisch angetrieben."
Solche Busse seien schwerpunktmäßig in den Städten unterwegs, hieß es. Allerdings setze künftig der Landkreis Zwickau als erster im Freistaat auch im Regionalverkehr auf E-Busse.
56 E-Busse im Landkreis Zwickau
Dort werden ab diesem Jahr die Hälfte der eingesetzten Busse elektrisch betrieben, informierte das Landratsamt. Von 56 E-Bussen ist die Rede. Nach einer Hochlaufphase sollen im Normalbetrieb dann rund 70 Prozent der jährlich 4,1 Millionen Kilometer elektrisch gefahren werden.
Landrat Carsten Michaelis (CDU) sieht seinen Landkreis damit als einen bundesweiten Vorreiter im ländlichen Raum und spricht von einem "Leuchtturmprojekt für Elektromobilität im Regionalverkehr". Die Busse seien nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlicher im Betrieb, betonte der Chef der Regionalverkehr Westsachsen GmbH, André Jalowy.
Mit Blick auf die Umweltbilanz verweist das Infrastrukturministerium auf Studien, wonach mit Strom betriebene Linienbusse gemessen am ganzen Lebenszyklus je nach Strommix 40 bis 70 Prozent weniger CO2 verursachen als vergleichbare Dieselbusse. "Unabhängig vom aktuellen Stand der Technik ist es das Ziel, langfristig die Emissionen auf 0 zu reduzieren und vollständig auf fossile Brennstoffe zu verzichten."