Oper, Schauspiel & Co.
Theater Chemnitz plant 2026/27 mehr als 30 Premieren

Das Opernhaus (rechts) am Theaterplatz gehört zu den markantesten Gebäuden von Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Das Opernhaus (rechts) am Theaterplatz gehört zu den markantesten Gebäuden von Chemnitz. Foto
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Vom Titanic-Musical bis zur Schiller-Komödie: Das Theater Chemnitz setzt in der nächsten Spielzeit auf Klassiker und neue Stoffe. Damit stemmen sich die Theatermacher gegen unsichere Zeiten.

Angesichts der Debatte zur Zukunft des Theaters Chemnitz will das Fünf-Sparten-Haus in der kommenden Saison seine große künstlerische Bandbreite unter Beweis stellen. Die Stadt brauche auch künftig vollwertige Schauspielbühnen und das Opernhaus, betonte Generalintendant Christoph Dittrich bei der Vorstellung des Programms. "Denn ein Theater wie das unsere lebt von der Vielfalt seiner Sparten und Bühnen - vom Zusammenspiel unterschiedlicher künstlerischer Formen und Perspektiven." Die Saison 2026/27 biete daher große Premieren, innovative Formate und Angebote für alle Generationen. 

In Chemnitz werden derzeit verschiedene Optionen für die Schauspielbühne diskutiert. Das angestammte Haus ist marode, die Kosten für eine Sanierung sind explodiert. Als Alternative ist ein Neubau im Gespräch. Jüngst sorgte allerdings ein Vorschlag aus dem Stadtrat für große Verunsicherung, wonach Opern- und Schauspielbühne zusammengelegt werden sollen. 

Mischung aus Klassikern und neuen Stoffen

In der nächsten Saison setzt das Theater nicht nur auf Klassiker wie die Opern "Tannhäuser" und "Le nozze di Figaro" oder die Ballettabende "Schwanensee" und "Der Nussknacker". Es holt auch das international gefeierte Musical "Titanic" erstmals auf die Bühne des Opernhauses. Zudem wird die erfolgreiche Produktion "Rummelplatz" mit weiteren Terminen im Spielplan vertreten sein - alle bisherigen Aufführungen waren den Angaben zufolge ausverkauft.

Das Ballettensemble widmet sich mit einer Choreographie dem dänischen Dichter Hans Christian Andersen, während die Schauspielsparte mit zwölf Premieren glänzen will: von Friedrich Schillers Komödie "Der Parasit" über das Kultmusical "Rocky Horror Picture Show" bis zu "Ich bin dein Mensch" über Fragen von Identität und Liebe im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. 

Das Figurentheater feiert Anfang Dezember 75. Jubiläum mit einer Festwoche und die Robert-Schumann-Philharmonie setzt neben Sinfoniekonzerten auf Außergewöhnliches wie "Swing! Groove! Mozart!" mit jazzigen Arrangements von Werken Wolfgang Amadeus Mozarts im Industriemuseum. 

Insgesamt warten die städtischen Theater Chemnitz in der nächsten Spielzeit mit mehr als 30 Premieren und ebenso vielen Konzerten auf. Der Kartenvorverkauf beginnt am 18. Mai.

dpa