Parteitag der AfD
Chrupalla: AfD muss sich zur Regierungspartei entwickeln

AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla erwartet von seiner Partei künftig eine Regierungsbeteiligung. Foto: Sebastian Kahnert/dpa
AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla erwartet von seiner Partei künftig eine Regierungsbeteiligung. Foto
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AfD-Chef Chrupalla fordert den Wandel seiner Partei zur Regierungspartei. Er sieht 2029 als entscheidende Chance für einen Machtwechsel im Bund und in Sachsen.

AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla hat den Machtwechsel im Bund und in Sachsen für 2029 als Ziel ausgegeben. "Wir müssen uns aber auch weiterentwickeln von einer Oppositionspartei hin zu einer Regierungspartei. Das muss jetzt unsere Aufgabe sein und auch unser nächster Schritt", sagte er auf einem Parteitag der sächsischen AfD in Löbau. "Diese Entwicklung verlangt auch von uns viel ab. Kompetenz, das rechte Maß, die richtige Mischung aus Geduld und auch Ungeduld."

AfD will 2029 den Kanzler und sächsischen Regierungschef stellen 

2029 gehe es darum, in Sachsen den Ministerpräsidenten und auf Bundesende den Kanzler zu stellen, betonte Chrupalla. Zugleich gehe es darum, in Europa zu gewinnen. 

Die AfD werde den Weg zum Frieden ebnen, da könnten die Ukrainer "alle zurück". Chrupalla teilte heftig gegen Ukrainer aus, die in Deutschland Bürgergeld und eine volle Krankenversicherung erhalten. Sie bekämen eine Vollversorgung und würden mit "ihren dicken Autos zum Amt" fahren. "Genau damit muss Schluss sein. Alle Ukrainer müssen zurück."

Chrupalla: AfD muss ihren Wählern irgendwann Erfolge präsentieren

Die AfD sei nicht mehr die "Ein-Themen-Partei", für die man sie vor Jahren noch gehalten habe - "teilweise zurecht", sagte Chrupalla. Mittlerweile habe man in vielen Bereichen Fachkompetenzen dazugewonnen. "Wir müssen aber auch daran denken, dass wir unseren Wählern auch irgendwann Erfolge präsentieren müssen in Form von Regierung." 

2029 habe man vielleicht in Sachsen die letzte Chance. "Ergreifen wir sie. Denn Chancen sind wie Sonnenaufgänge: Wer zu lange wartet, verpasst sie."

Urban befürchtet zunehmende Angriffe der politischen Gegner

Der sächsische AfD-Chef Jörg Urban schwor seine Partei auf Professionalität und Geschlossenheit ein. Nur so könne man "in diesen stürmischen Zeiten" erfolgreich kämpfen. "Die Angriffe unserer Gegner werden zunehmen, je erfolgreicher wir sind."

Urban befürchtet neben Anschlägen auf Autos, Wohnungen und Parteimitglieder eine "wachsende Diffamierung" der Mitglieder durch den Staat und seine Behörden, Strafanzeigen und Berufsverbote. "Noch nie war der Druck auf unsere Partei, auf unsere Mitglieder so groß wie heute."

Urban stellt sich auf dem Parteitag in Löbau erneut als Vorsitzer zur Wahl. Einen Gegenkandidaten gibt es bislang nicht. Der sächsische AfD-Landesverband war im Dezember 2023 als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft worden. Die AfD wies das stets zurück, wehrte sich aber bislang vergebens juristisch dagegen.

dpa