Produktionspause
Die Linke in Dresden macht sich für MDR-"Tatort" stark

Die Linken wollen den Dresdner Stadtrat dazu bewegen, vom MDR eine Fortsetzung der Dresdner "Tatort"-Reihe zu fordern (Archivbil
Die Linken wollen den Dresdner Stadtrat dazu bewegen, vom MDR eine Fortsetzung der Dresdner "Tatort"-Reihe zu fordern (Archivbild). Foto
© Robert Michael/dpa

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Die Linke will den "Dresdner Tatort" retten und verlangt vom Dresdner Stadtrat eine klare Positionierung in dieser Angelegenheit.

Der Dresdner "Tatort" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) soll nach dem Willen der Linken keine Pause machen. Der MDR hatte angekündigt, in den kommenden drei Jahren keine neuen Folgen der Reihe zu drehen. "Das ist eine eklatante Fehlentscheidung, die nicht nur die Beliebtheit und den Erfolg des 'Dresdner Tatorts' negiert, sondern einmal mehr den Osten Deutschlands als Landstrich zweiter Klasse behandelt", erklärte Fraktionschef André Schollbach.

Linke bringen Eilantrag zum "Tatort" in den Stadtrat ein

Nach Angaben von Schollbach hat seine Partei dazu einen Eilantrag in den Dresdner Stadtrat eingebracht. Demnach soll das kommunale Parlament den MDR auffordern, seine Entscheidung "unverzüglich zu korrigieren." Der "Dresdner Tatort" habe eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die touristische Entwicklung der Stadt Dresden und für die gesamte Region, argumentierte der Fraktionschef. 

Auch die beiden Dresdner "Tatort"-Kommissare - die Schauspielerin Cornelia Gröschel und ihr Kollege Martin Brambach - hatten die Entscheidung des MDR kritisiert. Es wäre "ein äußerst fatales politisches Signal, dass in den quotenstärksten und beliebtesten TV-Reihen im Deutschen Fernsehen der Osten Deutschlands einfach nicht mehr vorkommt", erklärten sie unter anderem.

dpa