Sozialleistungen
Asylbewerber bekommen Geld nur noch per Bezahlkarte

Die bundeseinheitliche Bezahlkarte für Flüchtlinge kommt in ganz Sachsen zum Einsatz. (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold/dpa
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In Sachsen erhalten Asylbewerber Leistungen jetzt ausschließlich per Bezahlkarte. Die Landesdirektion sieht Vorteile bei der Verhinderung von Betrug und dem geringeren Verwaltungsaufwand.

Die Einführung der bundesweiten Bezahlkarte für Geflüchtete ist in Sachsen abgeschlossen. Seit dem 1. April bekommen neu in Sachsen aufgenommene Geflüchtete ihr Geld nur noch auf diesem Weg, wie die Landesdirektion (LDS) mitteilte. Auch die Landkreise und Städte statten demnach die bereits länger hier lebenden Asylbewerber mit der bundeseinheitlichen Karte aus und ersetzen damit übergangsweise eingesetzte eigene Lösungen.

Mit der Karte können Asylbewerber unter anderem Einkäufe bargeldlos bezahlen. Auch Kosten für Handy-Verträge oder ÖPNV-Tickets können darüber beglichen werden. Bargeldabhebungen sind in der Regel nur in Höhe von 50 Euro pro Monat zulässig.

Die Bezahlkarte erschwere zweckwidrige Überweisungen ins Ausland, etwa zur Bezahlung von Schleppern, sagte LDS-Präsident Béla Bélafi demnach. "Zudem senkt die Bezahlkarte den Verwaltungsaufwand erheblich. Sie ist ein Beitrag zur Entbürokratisierung und Deregulierung."

dpa