SPD-Parteitag
Sächsische SPD setzt auf Reformen bei Bildung und Verwaltung

Die sächsische SPD will auf einem Parteitag in Dresden vor allem über Bildung und Reformen debattieren (Archivbild). Foto: Sebas
Die sächsische SPD will auf einem Parteitag in Dresden vor allem über Bildung und Reformen debattieren (Archivbild). Foto
© Sebastian Kahnert/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Sachsens SPD will Schulen zukunftsfest machen und setzt dabei auf Reformen. In der Debatte um ein neues Grundsatzprogramm möchte sie die ostdeutsche Perspektive einbringen.

Die sächsische SPD will sich auf einem außerordentlichen Parteitag am Samstag in Dresden vor allem mit Bildungspolitik und Reformen befassen. Parteichef Henning Homann sprach von wichtigen Zukunftsfragen. Seine Partei habe sich das Ziel gesetzt, die Schulen im Freistaat zukunftsfest zu machen. Deshalb habe man sich in den vergangenen Monaten intensiv dafür eingesetzt, dass trotz sinkender Schülerzahlen die Anzahl der Lehrerinnen und Lehrer bis 2032 stabil bleibt. 

SPD will Schulen im ländlichen Raum vor Schließung bewahren

Ein weiteres Ziel bestehe darin, die Schulen auch im ländlichen Raum zu erhalten. „Dazu werden wir einen Antrag beschließen, was da unsere ganz konkreten Vorschläge für eine Schulgesetznovelle, für eine Schulreform in diesem Land sind. Wir wollen nicht alles ändern, aber wir wollen vieles zukunftsfest machen“, betonte Homann. Das bedeutet „mehr längeres gemeinsames Lernen und mehr jahrgangsübergreifenden Unterricht, mehr Flexibilität, um vor Ort Bildungslandschaften, Schullandschaften erhalten zu können und moderner auszurichten“. 

SPD will ostdeutsche Perspektive im Grundsatzdebatte einbringen

Ein zweiter Schwerpunkt sei das Grundsatzprogramm der SPD, sagte Homann. Hier gehe es der sächsischen SPD um zwei Dinge. „Wir müssen bei allen Herausforderungen der Tagespolitik trotzdem in die Zukunft gucken. Es werden die Weichen gestellt für das nächste Jahrzehnt (...).“ Man wolle vor allem eine ostdeutsche Perspektive in die Grundsatzdebatte der SPD einbringen. Zudem hoffe die Führung der Sachsen-SPD, auf dem Parteitag Unterstützung für den Reformkurs im Freistaat zu bekommen. Dabei gehe es um die Neuausrichtung der sächsischen Finanzpolitik und Bürokratieabbau. 

Auf dem Parteitag im Dresdner Penck Hotel wird auch Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) erwartet. Neben Homann werden ferner seine Co-Vorsitzende Kathrin Michel und der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter sprechen. Der SPD-Politiker ist Kandidat seiner Partei für die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig im kommenden Jahr. Die SPD in Sachsen hat aktuell 4.400 Mitglieder.

dpa