Tierwohl
Neuer Bußgeldkatalog soll Tierwohl bei Transporten stärken

Der neue Bußgeldkatalog soll für ein einheitliches Vorgehen der Veterinärämter gegen Verstöße bei Tiertransporten sorgen. (Symbo
Der neue Bußgeldkatalog soll für ein einheitliches Vorgehen der Veterinärämter gegen Verstöße bei Tiertransporten sorgen. (Symbolbild) Foto
© Sina Schuldt/dpa

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Für den Transport von Tieren gelten klare Regeln. In Sachsen soll nun ein neuer Bußgeldkatalog Kontrolleuren mehr Klarheit und Einheitlichkeit bringen. Auch das Tierwohl soll so gestärkt werden.

Ein sachsenweit einheitlicher Bußgeldkatalog für Tiertransporte soll mehr Klarheit und Einheitlichkeit beim Vorgehen gegen Verstöße bringen. Er definiert klare Kriterien und nennt Empfehlungen für den Bußgeldrahmen, um einen einheitlichen Vollzug zu ermöglichen, wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte. 

Die Landesdirektion komme damit einem Wunsch der unteren Veterinärämter entgegen. Sie können so bei Verstößen schneller nachvollziehbare Bußgelder vorschlagen – zum Beispiel bei Fällen von Tierquälerei durch Schlagen oder bei zu wenig Nahrung und Platz während des Transports. 

"Mit diesem Katalog schaffen wir mehr Klarheit bei Sanktionen für Verstöße und stärken dabei vor allem das Tierwohl", sagte Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion. Der Katalog sieht etwa ein Bußgeld von 350 Euro pro Tier vor, wenn Transportunternehmen die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit von 24 Stunden nach der vorgeschriebenen maximalen Beförderungsdauer nicht einhalten.

2025: 84 Mal Bußgelder verhängt

Bei knapp 2.900 Kontrollen leiteten die Veterinärämter im vergangenen Jahr in 84 Fällen Bußgeldverfahren ein. Die Verstöße reichen den Angaben nach von mangelhafter Dokumentation bis hin zu akuten Misshandlungen wie Schlagen der Tiere und fehlendes Tränkwasser während des Transports.

Zuständig für die Kontrollen sind die Veterinärämter der Kommunen. Sie überprüfen Transporte beispielsweise bei der Ankunft in Schlachtbetrieben sowie stichprobenartig bei Abfahrt oder Ankunft beim Tierhalter. Gemeinsam mit der Polizei gibt es zudem Kontrollen auf Autobahnen.

dpa