Angekündigte Proteste
Katja Riemann spricht Kampagnenclip gegen AfD-Parteitag

Zu Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag Anfang Juli in Erfurt mobilisiert ein Aktionsbündnis jetzt mit einem prominent besetz
Zu Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag Anfang Juli in Erfurt mobilisiert ein Aktionsbündnis jetzt mit einem prominent besetzten Kampagnenvideo. (Symbolbild) Foto
© Carsten Koall/dpa

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Katja Riemanns Stimme, prominente Unterstützer und klare Botschaften: Das Video "Make it Count" ruft zum Protest gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt auf. Was steckt hinter der Kampagne?

Mit einem Kampagnenvideo unter dem Titel "Make it Count" mobilisiert das antifaschistische Aktionsbündnis "widersetzen" zu Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag Anfang Juli in Erfurt. In dem diese Woche unter anderem auf Instagram veröffentlichten Clip unterstützen zahlreiche Künstlerinnen, Künstler und Influencer die angekündigten Blockadeaktionen. Dazu zählen etwa die Linken-Politikerin Heidi Reichinnek, die Musikjournalistin Matilda Jelitto, die Musiker Baran Kok, Faravaz und Vavunettha, die Autorin Olivia Wenzel, die Rapperin OG LU, die Breakdancerin Jilou sowie die Influencer Gynäkollege und frmdkrpr.

"Alles steht auf dem Spiel"

Gemeinsam werben sie für entschlossenen gesellschaftlichen Widerstand gegen den Rechtsruck. Die Schauspielerin Katja Riemann spricht den Off-Text des Videos. Darin heißt es unter anderem: "Alles steht auf dem Spiel: Parolen werden lauter, aus Worten wird Gewalt, Grenzen verschieben sich. (…) Es liegt an uns den Unterschied zu machen."

Zum Bundesparteitag der AfD am 4. und 5. Juli in Erfurt rechnen die Thüringer Sicherheitsbehörden mit bis zu 50.000 Demonstranten sowie Störaktionen und Blockaden. Das Bündnis "widersetzen" kündigte an, mit Zehntausenden Menschen aus Thüringen und dem gesamten Bundesgebiet zu Blockadeaktionen mobilisieren zu wollen. Hintergrund ist aus Sicht der Organisatoren der zunehmende Rechtsruck in Deutschland sowie die politische Entwicklung der AfD.

Große Blockaden organisiert

Zu dem bundesweiten antifaschistischen Aktionsbündnis gehören nach eigenen Angaben mehr als 80 Lokalgruppen, Gewerkschaften, antirassistische und antifaschistische Initiativen und Organisationen und andere. In Essen, Riesa und zuletzt Gießen hat "widersetzen" nach eigenen Angaben mit tausenden Teilnehmern große Blockaden organisiert.

dpa