Auf dem Thüringer Arbeitsmarkt zeigen sich erste Vorboten einer Frühjahrsbelebung. Im Februar waren im Freistaat 73.312 Männer und Frauen ohne Job und damit 834 weniger als im Januar, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Halle/Saale mitteilte. Allerdings gab es damit immer noch 741 Erwerbslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Vergleich zu Januar unverändert bei 6,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 6,6 Prozent.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit entspreche dem üblichen saisonalen Muster, hieß es. Jedoch sei die Jugendarbeitslosigkeit gestiegen. Dies sei teilweise auf das Ende von Ausbildungen zurückzuführen, hieß es. Es sei zu hoffen, dass diese jungen Fachkräfte bald ins Berufsleben starten könnten.
Wieder mehr freie Jobs
Die meisten der Arbeitslosen waren mit 36,6 Prozent 50 Jahre und älter. Der Anteil der Frauen und Männer, die länger als ein Jahr erwerbslos waren, betrug 34,7 Prozent. Damit sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum Monat zuvor leicht um 0,8 Prozent gesunken. Gesunken sei ebenfalls die Zahl der von den Jobcentern betreuten Empfänger von Grundsicherung.
Positiv sei, dass wieder mehr freie Arbeitsplätze verzeichnet würden, was auf eine beginnende Frühjahrsbelebung hindeute, erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Im Februar wurden demnach 4.140 freie Stellen von Thüringer Betrieben neu gemeldet. Das waren 1.293 Stellen mehr als im Vormonat (45,4 Prozent) und 1.084 mehr als vor einem Jahr (35,5 Prozent). Seit Jahresbeginn wurden damit bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern 6.987 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das ist im Vergleich zum Jahr zuvor ein Plus von 25,6 Prozent.
Die Arbeitsagentur griff auf Daten zurück, die bis zum 11. Februar vorlagen.