Holzhacken
Wie Ex-Ministerpräsident Ramelow in der Freizeit entspannt

Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) arbeitet gern in der Natur (Illustration). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
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Nach dem Amt als Thüringer Ministerpräsident folgte das als Bundestags-Vizepräsident: Doch manchmal ist Bodo Ramelow auch Privatmann. Was der 70-Jährige dann unternimmt.

Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow schwingt in seiner Freizeit gern die Axt zum Holzhacken. "Das baut Aggressionen ab und man kann bei der Arbeit gut über das Leben nachdenken", sagte der Linke-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Auf seinem Freizeitgrundstück an einer der beiden großen Saale-Talsperren in Ostthüringen habe er die Fichten, die wie auch anderswo in Thüringen ein Opfer von Trockenheit und Borkenkäfern wurden, persönlich zerhackt. "Jetzt habe ich nur noch vitale Bäume." Inzwischen müsse Nachschub gekauft werden. 

Die Arbeit mit dem Holz in der Natur mache ihm so viel Spaß, dass er sich auch schon mal Holz zum Selbsthacken bestellt habe, so der 70-Jährige. "Ich hacke mich quasi durch meine Freizeit", sagte er mit einem Schmunzeln. Entspannung finde er in der Natur - beispielsweise, wenn auf seinem Grundstück Käuzchen riefen oder ein Fuchs über das Gelände laufe. Viel Freizeit hat Ramelow allerdings nicht. 

Unterwegs mit E-Bike und Hundeanhänger 

Nach seiner zehnjährigen Amtszeit als bisher einziger Ministerpräsident der Linken kandidierte er bei der vorgezogenen Bundestagswahl, gewann 2025 seinen Wahlkreis in Erfurt und wurde mit 69 Jahren Bundestags-Vizepräsident für seine Partei. Voll sei sein Terminkalender wie in seiner Zeit als Thüringer Ministerpräsident – "wenn ich etwas mache, mache ich es ganz", sagte Ramelow.

Wenn Zeit ist, sei er entweder zu Fuß und oft mit seiner Ehefrau und Hündin Lilo an der Bleichlochtalsperre unterwegs - oder mit dem E-Bike mit Hundeanhänger. Ramelow hatte zu seinem 70. Geburtstag im Februar angekündigt, dass er sich für die aktive Politik ein zeitliches Limit gesetzt hat – noch drei Jahre bis zum Ende der Legislaturperiode. Für eine weitere Amtszeit im Bundestag werde er definitiv nicht kandidieren.

dpa