Der April war in Thüringen milder, trockener und erheblich sonniger als in Vergleichsjahren. Mit durchschnittlich 8,3 Grad Celsius war es 1,5 Grad wärmer als in der langjährigen Vergleichsperiode 1961 bis 1990, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einer vorläufigen Auswertung seiner Messdaten mitteilte. Ein höheres Temperaturmittel verhinderten die drei bis acht, im Umfeld des Berglandes auch über zehn Tage mit Nachtfrost. Das langjährige Niederschlagssoll von 58 Litern je Quadratmeter wurde deutlich verfehlt, es fielen lediglich rund 35 Liter.
Dafür machte die Sonne Überstunden. Sie schien 230 Stunden und übertraf damit den Vergleichswert von 147 Stunden deutlich. Für einen Platz an der Spitze im Vergleich der Bundesländer reichte dies dennoch nicht – im Gegenteil. Laut DWD gehört Thüringen zusammen mit Bayern, Bremen und Sachsen zu den sonnenärmsten Bundesländern im April.