Öffentlicher Nahverkehr Warnstreik bringt Nahverkehr zum Stillstand

Auch die Erfurter Verkehrsbetriebe werden bestreikt. Foto: Martin Schutt/dpa
Auch die Erfurter Verkehrsbetriebe werden bestreikt. Foto
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Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. Nicht alle Regionen in Thüringen sind betroffen. Einschränkungen gibt es auch für Patienten am Universitäts-Klinikum in Jena.

Der öffentliche Nahverkehr steht in Teilen Thüringens seit den frühen Morgenstunden still. Die Warnstreiks haben wie angekündigt begonnen, bestätigten Sprecher der Gewerkschaft Verdi vor Ort. "Der Nahverkehr steht komplett still", sagte etwa Verdi-Sprecher Nathanael Falk in Erfurt. Seinen Angaben nach beteiligten sich in der Frühschicht um die Hundert Beschäftigte der dortigen Verkehrsbetriebe am Ausstand.

Verdi hat während der laufenden Tarifverhandlungen für den ganzen Tag zu Warnstreiks bei den kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Betroffen sind Erfurt, Jena, Gera, der Saale-Holzland-Kreis, der Kyffhäuserkreis, Mühlhausen, Sondershausen, der Unstrut-Hainich-Kreis, Gotha, Weimar und das Weimarer Land. 

Viele Straßenbahn- und Buslinien fallen aus. Örtlich ist auch der Schülerverkehr betroffen. Dagegen fahren viele private Busunternehmen, die nicht unter den Tarifvertrag fallen, wie üblich.

Verdi begründete die Aktion in Thüringen damit, dass die erste Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag Nahverkehr ohne Ergebnis geblieben sei - die Arbeitgeber wollten demnach sogar eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

Mit Einschränkungen müssen auch Patienten des Universitäts-Klinikums Jena rechnen. Auch dort gibt es Warnstreiks im Zuge der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst.

dpa

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