Tarifsteigerungen sowie der angehobene Mindestlohn machen sich positiv beim verfügbaren Einkommen der Arbeitnehmer in Thüringen bemerkbar. Die Reallöhne seien in den ersten drei Monaten 2026 um 1,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Landesamt in Erfurt mit. Damit hatten Arbeitnehmer etwas mehr Geld zum Ausgeben zur Verfügung als im Vorjahreszeitraum.
Der Hauptgrund für diese Entwicklung: Die Löhne erhöhten sich im ersten Quartal mit im Schnitt 3,8 Prozent schneller als die Verbraucherpreise mit 2,3 Prozent. „Der Reallohnanstieg ist auf den gemäßigten Anstieg der Verbraucherpreise im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal zurückzuführen“, erklärte das Landesamt.
Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns von 12,82 Euro im Jahr 2025 auf 13,90 Euro im Jahr 2026 sowie die in Tarifverträgen beschlossenen Lohnsteigerungen und Einmalzahlungen beeinflussten die Reallohnentwicklung ebenfalls positiv. Der sogenannte Reallohnindex gibt Hinweise zur Entwicklung der Kaufkraft der Arbeitnehmer.