Internationale Fahndung
„Identify Me“ - Welche Rolle neue Technik spielt

Auch zwei Fälle aus Hessen sind bei der internationalen Kampagne dabei. (Symbolbild) Foto: Hannes P Albert/dpa
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Unbekannte Frauen, jahrzehntealte Fälle: Wie verbesserte Methoden und internationale Datenbanken helfen können, die Cold Cases im Rahmen der Kampagne „Identify Me“ aufzuklären.

Bei der Identifizierung von Frauenleichen und der Aufklärung teils Jahrzehnte alter Fälle können moderne technische Möglichkeiten eine entscheidende Rolle spielen. „Sowohl verbesserte Methoden im Rahmen der Gesichtsweichteilrekonstruktion als auch bei der DNA-Analyse optimieren die Datengrundlage für eine erfolgreiche Identifizierung“, heißt es beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden. „Identify Me“ ist eine internationale Kampagne zur Identifizierung von getöteten Frauen, von denen viele vermutlich einem Tötungsdelikt zum Opfer fielen. 

Auch stünden Datenbanken zur Verfügung, die insbesondere einen internationalen Abgleich von DNA-Informationen ermöglichen, erklärte ein BKA-Sprecher. „Auf Grundlage von Isotopengutachten können ergänzend Hinweise auf den Lebensraum beziehungsweise die Herkunftsregion unbekannter Toter gewonnen werden.“ All diese Optionen erhöhten die Möglichkeit einer Identifizierung und somit der Aufklärung des Falles.

Insgesamt geht es bei „Identify Me“ um 47 weibliche Opfer, neun davon aus Deutschland, zwei davon aus Hessen. „Es ist nicht bekannt, wer sie sind und woher sie kommen. Denkbar ist, dass sie aus anderen Ländern stammen“, heißt es beim BKA. Ziel sei, ihnen ihre Namen zurückzugeben. Koordiniert wird die Kampagne von Interpol.

dpa