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Statistisches Bundesamt Ein Hauch von Baby-Boom

Was für ein Kindersegen! Laut Statistischem Bundesamt sind in 2012 rund 11.000 Babys mehr zur Welt gekommen als im Jahr zuvor. Die schlechte Nachricht: Leider gibt es hierzulande auch mehr Todesfälle.

Frohe Kunde vom Statistischen Bundesamt: In Deutschland kommen wieder mehr Babys zur Welt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr fast 674.000 Kinder geboren. Das sind nach den vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes etwa 11.000 Babys mehr, ein Zuwachs von 1,6 Prozent. Die gute Nachricht wird allerdings getrübt: 2012 gab es ebenfalls einen Rekord beim Bevölkerungsrückgang - denn die Zahl der Todesfälle war noch ein bisschen größer als der kleine Baby-Boom.

Den Statistikern zufolge sind im vergangenen Jahr etwa 870.000 Menschen verstorben - 2,0 Prozent mehr als vor Jahresfrist, was etwa 18.000 Todesfällen zusätzlich entspricht. Die Lücke zwischen Sterbefällen und Geburten und damit der Bevölkerungsrückgang war 2012 sogar so groß wie seit 37 Jahren nicht mehr.

Mehr Zuwanderung, mehr Hochzeiten

Insgesamt ist die Bevölkerung im vergangenen Jahr um 196.000 Menschen geschrumpft. Das entspricht ungefähr einer Stadt der Größe von Kassel. Zuwanderung hat den Rückgang jedoch gestoppt und sogar für ein Plus gesorgt: Die Krise in Südeuropa und die EU-Osterweiterung brachten im vergangenen Jahr so viele Zuwanderer nach Deutschland wie zuletzt 1995. Insgesamt ergibt sich aus Zu- und Abwanderung ein Zuwachs von 369.000 Einwohnern.

Auch bei den Eheschließungen errechneten die Statistiker auch ein Plus: 387.000 Menschen trauten sich und gaben ihrem Partner das Ja-Wort; das waren 2,5 Prozent (oder 10.000) mehr als 2011. Mehr Ehen waren zuletzt nur 2005 geschlossen worden.

be/DPA DPA

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