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Rastatt Männer sollen Igel als Fußball missbraucht haben – Fahndung nach Verdächtigen

Ein Igel sitzt im Laub
Die Polizei ermittelt gegen die Unbekannten, die den Igel als Fußball benutzten, wegen Tierquälerei (Symbolfoto)
© Ann Eyp / iStockphoto / Getty Images
Fünf Personen sollen im baden-württembergischen Rastatt einen Igel als Fußball benutzt haben. Eine Passantin ging dazwischen und rettete das Tier zunächst. Später erlag es jedoch seinen Verletzungen.

Eine Gruppe junger Männer soll im baden-württembergischen Rastatt einen Igel herumgekickt und so getötet haben. Die Polizei ermittelt gegen die Unbekannten wegen Tierquälerei, wie ein Sprecher am Donnerstag sagte. Um die genaue Todesursache festzustellen, sollte der Igel obduziert werden. Zunächst hatten die "Badische Neuestes Nachrichten" (BNN) über den Vorfall berichtet.

Lob für Zivilcourage gegen Tierquälerei

Eine Spaziergängerin hatte vor gut anderthalb Wochen eigenen Angaben nach fünf junge Männer dabei gesehen, wie sie den Igel wie einen Fußball traten. Die Frau soll einem Polizeisprecher zufolge eingegriffen und den Igel zu einem Tierarzt gebracht haben. Später verstarb das Tier.

Laut Anja Starck, der Leiterin der zuständigen Igelstation, war das nicht der erste Fall dieser Art, der ihr untergekommen ist. "Das passiert nicht häufig, aber ab und zu kommt so etwas vor", sagte sie im Gespräch mit "BNN". Sie wünschte sich, dass sich die Passantin als Vorbild genommen werde und fügt mit größtem Respekt hinzu: "Hut ab vor der Frau! Endlich zeigt mal jemand Zivilcourage."

Quellen: "BNN", DPA

km

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