Tierquälerei
Tiktoker rasiert Katze für Video – Gericht bestätigt Haltungsverbot

Ein Gericht nimmt einem Tiktoker seine Katze weg, nachdem diesem Tierquälerei vorgeworfen wurde
Ein Gericht nimmt einem Tiktoker seine Katze weg, nachdem diesem Tierquälerei vorgeworfen wurde (Symbolbild)
© Christophe Gateau / DPA
Nachdem ein Mann Videos seiner Katze auf Tiktok postet, wird er wegen Tierquälerei angezeigt. Seine Tiere werden daraufhin eingezogen – zu Recht, wie jetzt ein Gericht entscheidet.
 

Ein Tiktoker lädt Videos seiner Katze hoch, in denen er diese offenbar misshandelt, und muss seine Tiere daraufhin abgeben. Katzen darf er nicht mehr halten. Das hat das Verwaltungsgericht Mainz entschieden. Den Eilantrag gegen das vom Veterinäramt verhängte Katzenhaltungs- und -betreuungsverbot des Mannes hat das Gericht abgelehnt.

Videos auf TikTok zeigen Tierquälerei

Der Mann hatte auf der Plattform Videos gepostet, in denen er einer seiner fünf Katzen in einer Badewanne das Fell abrasiert oder das Tier schnell auf dem Boden im Kreis dreht. Die Videos wurden bei dem zuständigen Veterinäramt mehrfach gemeldet. Bei einem Termin vor Ort nahm eine Tierärztin die Katzen und brachte sie woanders unter. Das Amt verbot ihm daraufhin, Katzen zu halten oder zu betreuen.

Der Katzenhalter wollte sich mit dem Eilantrag gegen den Beschluss wehren. Er argumentierte, dass das Scheren der Katze zur Pflege gedient habe, das Drehen auf dem Boden sei ihm zufolge "aus Unwissenheit" passiert. Das Amt sei "unverhältnismäßig" vorgegangen. Das sah das Mainzer Verwaltungsgericht anders: Die hochgeladenen Videos gelten als Beweis dafür, "dass der Antragsteller seine Katze in tierschutzwidriger Weise gehalten und behandelt habe".

AFP
hku

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