Hilfe für die Ukraine Sie verladen kistenweise Medikamente und die Pille danach. Und fliegen in Privatmaschinen an die Grenze zum Krieg

Pilot Markus Schloter
Pilot Markus Schloter in seiner Robin DR 340 Major: Sonst fliegt er gern zum Hundestrand nach Wangerooge
© Maximilian Mann/Stern
Deutsche Privatpiloten haben sich zusammengeschlossen, um zu tun, was sie können: Sie bringen Medikamente an die Grenze zur Ukraine. Und erleben dabei, wie nahe der Krieg ist.

An einem Julimorgen verlässt Stefan Sahling seine Doppelhaushälfte im Rheinhessischen und bricht in Richtung Krieg auf. Sahling hat sich freigenommen, heute kein Frühsport im Wintergarten, keine zwölf Stunden im Heimbüro für einen Softwarekonzern. Er, markante Glatze, dunkle Augen, strenger Blick, steigt in seinen BMW und lenkt den Wagen durch die Gassen des Dorfes, das warm und still um den Kirchturm liegt. Sahling fährt an Weinbergen und Weizenfeldern vorbei, bis hinter einer Kasernenruine der Flugplatz Mainz-Finthen auftaucht. Ein Kontrollturm, eine asphaltierte Bahn auf einer Wiese, Weiden und Obstplantagen dahinter. Sahling wird schon erwartet.


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