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Gut zu wissen: Drei Fragen, die jeder seinem Arzt stellen sollte

Fragen stellen - für viele Patienten ist das eine unbequeme Sache. Doch das Nachhaken ist wichtig. Denn nur so können sich Patienten sicher sein, dass sie die für sich beste Therapie erhalten.

3 Fragen, die jeder Patient seinem Arzt stellen sollte

Ärztin bei der Untersuchung: Um die bestmögliche Behandlung zu erhalten, sollten Patienten Fragen stellen

Acht Minuten – so viel Zeit hat ein Arzt durchschnittlich für einen Patienten. Ganz schön wenig, wenn man bedenkt, was in dieser Zeit alles besprochen werden muss: Der Arzt erkundigt sich nach Symptomen, er untersucht den Patienten, fragt nach Vorerkrankungen. Am Ende des Gesprächs steht meist die Empfehlung für eine bestimmte Therapie. Und genau hier sitzt der Knackpunkt: Konnten in der Kürze der Zeit alle relevanten Vor- und Nachteile besprochen werden? Inwiefern profitiert der Patient tatsächlich von der Empfehlung des Arztes? Wurde etwas übersehen?

Die Reporterin und Ärztin Ranjana Srivastava vom britischen "The Guardian" befasst sich regelmäßig mit den Fallstricken des Gesundheitssystems  - und deren Folgen für Patienten. "Unnötige und teure Medikamente werden sooft wie noch nie verschrieben", erklärt sie in einem Artikel für die Tageszeitung. Dafür macht sie gleich mehrere Gründe verantwortlich: der gestiegene Zeitdruck in Praxen einerseits, finanzielle Anreize und die oftmals hohen Erwartungen von Patienten andererseits.

Arzt-Patient-Gespräch: Fragen sind die beste Medizin

Kritisch ist diese Entwicklung allemal. Denn jedes Medikament bringt nicht nur Nutzen, sondern auch Nachteile mit sich. Beispiel: Antibiotika. Sie sind einerseits ein Segen, können schwere bakterielle Infektionen und Blutvergiftungen verhindern. Auf der anderen Seite greifen sie auch die nützlichen Bakterien des Darms an und können Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Einige Menschen entwickeln unter einer Antibiotika-Therapie eine allergische Reaktion, andere Pilzinfektionen der Schleimhäute. Wer sie zu häufig und unbedarft einnimmt, riskiert Resistenzen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät daher, Antibiotika "so oft wie notwendig und so selten wie möglich" einzusetzen.

Was aber können Patienten tun, um einer überflüssigen - im schlimmsten Fall sogar schädlichen - Behandlung zu entgehen? Ranjana Srivastava glaubt: Im Bemühen um die richtige Therapie sind Fragen die beste Medizin. Sie hat daher drei Punkte aufgestellt, die Patienten beim nächsten Arzttermin besprechen sollten, sobald sie eine neue Therapie oder ein neues Medikament vorgeschlagen bekommen: 

  • Was sind meine Alternativen?
  • Welche spezifischen Vor- und Nachteile ergeben sich für mich?
  • Was passiert, wenn ich nichts tue?

Srivastava: "Würden Patienten diese Fragen häufiger stellen und Ärzte sie wahrheitsgemäß beantworten, könnte das heilsam für den gesamten Medizinbereich sein."

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ikr
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