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Gegen Corona Bayern will Luftfilter in allen Klassenzimmern – und droht zu scheitern

Sehen Sie im Video: Bayern will wegen Corona alle mehr als 100.000 Klassenzimmer mit Luftfiltern ausstatten.




Vorsicht ist besser als Nachsicht. Daher werden in einigen Gemeinden in Bayern die Bildungseinrichtungen mit Luftfiltergeräten ausgestattet, um so bei einer weiteren Corona-Infektions-Welle gerüstet zu sein. So auch die Stadt Töging am Inn, wo am Donnerstag in der Regenbogen-Grundschule Belüftungsgeräte der Firma UlmAir installiert wurden. Dazu Tobias Windhorst, Bürgermeister von Töging am Inn: TOBIAS WINDHORST, BÜRGERMEISTER TÖGING AM INN "Das war natürlich einerseits ein Wunsch der Schule, aber andererseits natürlich auch unser großer Wunsch der Stadt, dass auf jeden Fall im Herbst, wenn eben zu erwarten ist, dass die Viren halt wieder besser fliegen als jetzt im Moment, dass wir dann auf jeden Fall die Schulen und die Kindergärten offen halten können. Und das wurde auch von der großen Politik immer wieder gefordert und immer auch propagiert. Und es ist ja nett, wenn man das fordert. Aber wichtig ist, dass man auch etwas dafür tut. Und deswegen haben wir uns entschieden, unsere Schulen mit diesen Lüftungsgeräten auszustatten." So handelt die Stadt in Oberbayern getreu dem Motto "besser zu früh als zu spät", denn im Herbst könnten die Luftreiniger Mangelware werden. Das bestätigt auch Daniel Ehrhardt, Geschäftsführer der Firma UlmAir, die solche Filteranlagen herstellt. DANIEL EHRHARDT, GESCHÄFTSFÜHRER ULMAIR "Wenn Sie mich fragen, woran es hauptsächlich scheitern wird, das sind elektronische Bauteile. Also, ich habe hier einfach nur als Beispiel mal so eine Platinensteuerung, die wir verbauen. Und diese Steuerung hat eben gewisse Bausteine, sodass ein CO2-Sensor drauf ist, eine Filterüberwachung, und die muss funktionieren. Die ist langjährig getestet. Da wissen wir genau, was tut die, was kann die? Und wenn hier drauf nur ein Widerstand fehlt oder ein Display im Moment Beschaffungsengpässe hat, dann kriegen Sie natürlich die Problematik, das Gerät in der Form, wie die es eigentlich geplant haben, so nicht bauen zu können." Als ein Mittel zur Reduzierung der Infektionsgefahr in Schulen wird neben der Maskenpflicht, den Abstandsregeln und dem Lüften auch die Anschaffung von Luftfiltergeräten gesehen. Bayern will mit einer neuen Förderung möglichst alle der mehr als 100.000 Klassenzimmer mit einer Filtervorrichtung ausstatten. Doch das wird von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich gehandhabt. In Baden-Württemberg, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt etwa verweist man auf kritische Einschätzungen des Bundesumweltamtes.
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Gegen eine Corona-Welle nach dem Sommerferien will Bayern möglichst alle der mehr als 100.000 Klassenzimmer mit einer Filtervorrichtung ausstatten. Doch dieser Plan droht zu scheitern.

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