Berliner Charité Angebliche Bio-Potenzpille hat ein Nachspiel


Mit einer Meldung über eine angeblich bereits erfolgreich getestete Bio-Potenzpille hatte ein Medizinstudent der Berliner Charité für Wirbel gesorgt. Jetzt hat das Universitätsklinikum interne Untersuchungen angekündigt und dafür einen Ombudsmann eingesetzt.

Der Ombudsmann für gute wissenschaftliche Praxis soll prüfen, ob wissenschaftliche Standards eingehalten wurden. Fraglich ist, ob die notwendigen Genehmigungen der Ethikkommission vorgelegen haben und die Sicherheit der Probanden zu jedem Zeitpunkt der Studie gegeben war.

In Agenturmeldungen und zahlreichen deutschen Medien war Anfang der Woche berichtet worden, dass die Berliner Charité zurzeit erfolgreich eine Potenzpille aus pflanzlichen Wirkstoffen teste. Kurz darauf hatte sich die Charité von den Untersuchungen zur Wirksamkeit des pflanzlichen Potenzmittels distanziert. Es handle sich dabei um die Aktivität eines Mitarbeiters der Charité in eigener Verantwortung, der Medizinstudent sei nicht berechtigt, Erklärungen für die Klinik abzugeben, hieß es in der Stellungnahme.

"Wir müssen nun feststellen, ob hier ein Doktorand seine Kompetenzen überschritten hat oder es sich um ein Problem der mangelnden Führung handelt", erklärte der Vorstandsvorsitzende Karl Max Einhäupl. Generell stelle sich die Frage nach möglichen Eigeninteressen der beteiligten Mitarbeiter. "Verstöße gegen die Richtlinien der Charité zur guten wissenschaftlichen Praxis können und werden wir nicht dulden", sagte Einhäupl.

DPA/lea DPA

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