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Feiern aktuell unmöglich Mundschutz statt nackter Haut: Berliner Fetisch-Club KitKat wird zum Corona-Testzentrum

Eine braune Häuserecke in Berlin, darauf sind Poster über das Feiern. Ein Mann läuft auf dem Bild vorbei.
Hinter dieser Häuserecke in Berlin liegt der für seine hedonistischen Partys bekannte Techno-Club KitKat. 
© Fabian Sommer/dpa
Im Berliner Techno- und Fetischclub KitKat drücken sich für gewöhnlich viele nackte Körper aneinander. Doch in der Corona-Pandemie ist alles anders: Der Club wird zu einem Schnelltestzentrum, wie die Betreibenden in den sozialen Medien mitteilten. 

Vor der Corona-Pandemie tanzten Besuchende des Berliner Techno- und Fetisch-Clubs KitKat ganz oder teilweise nackt nebeneinander, windeten ihre Körper entlang eines Gynäkologie-Stuhls oder Käfigs neben der Tanzfläche oder verschwanden zu Fetisch-Partys wie dem "Fickstutenmarkt". Heute machen die Hygiene-Maßnahmen gegen das Coronavirus solche Feiern unmöglich. Und doch öffnet das KitKat am 4. Dezember wieder seine Türen: für Menschen, die sich einem Corona-Schnelltest unterziehen möchten.

"Da es aktuell in Berlin fast nicht möglich ist, an einen Corona-Schnelltest zu kommen, bieten wir ab Freitag (dem 4.12.) im Club die Möglichkeit, einen Schnelltest durchführen zu lassen", schreiben die Betreibenden des Clubs dazu auf ihren Social Media-Kanälen. Eine Ärztin und entsprechend geschultes Personal werden die Abstriche durchführen und begleiten. 

KitKat als Testzentrum: Mit QR-Code und Mundschutz kommt man rein

In Berlin wurden bis zum 1. Dezember über 65.000 Corona-Fälle gemeldet, die 7-Tage-Inzidenz, also die Fälle pro 100.000 Einwohnende in den letzten sieben Tagen, lag am Dienstag bei 206,9. Auch die Intensivbetten in der Stadt sind mittlerweile zu einem Viertel belegt. Neben den bisherigen Untersuchungsstellen in der Hauptstadt sollen die Tests daher nun auch in dem Club unweit der Spree durchgeführt werden. 

Interessierte müssen sich dafür online registrieren und den QR-Code an der Tür des KitKat vorzeigen. Die Türpolitik in der Pandemie: Wer zusätzlich zum Registrierungscode einen Mund-Nasen-Schutz mit sich trägt und eine Kredit- oder Bankkarte zum Bezahlen dabei hat, darf rein und wird getestet. Schon nach 25 Minuten soll das Testergebnis da sein. Sind diese positiv, werden sie zudem an das Gesundheitsamt weitergeleitet. 

Appell an die Besuchenden: Bitte nicht nackt kommen!

Ein Foto aus dem KitKat-Beitrag zeigt: Wo sich Gäste früher anstellten, um an der Garderobe ihre Sachen abzugeben, markieren nun gelbe Klebestreifen den Boden. Wer dennoch mit dem Gedanken gespielt hat, den Mundschutz für den Corona-Test im KitKat in einem Fetisch-Outfit zu integrieren, wird in dem Text bereits vorgewarnt. "Kommt nackt und seid wild", schreiben die Betreibenden scherzhaft in der Ankündigung. Und dann: "Bitte nicht. Wäre lustig, führt aber wahrscheinlich nur zu Anzeigen, wegen Party-Verdachtes."

In der Corona-Pandemie ist eben alles anders. Auch in einem hedonistischen Club in Berlin. 

Quelle: Instagram 

reb

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