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Krisenstab zum Coronavirus: Seehofer: "Die Lage hat sich deutlich verschärft, wir können keine absolute Sicherheit garantieren"

Die Bundesregierung hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus einen Krisenstab eingerichtet. Auf einer Pressekonferenz informieren Gesundheitsminister Spahn und Innenminister Seehofer über dessen Arbeit. Der Auftritt der beiden Politiker im stern-Liveblog.

Krisenstab nimmt Arbeit auf: Spahn und Seehofer zum Coronavirus: "Wir befinden uns am Beginn einer Epidemie"

Wie geht Deutschland mit der Ausbreitung des Coronavirus um? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Mittwoch deutlich gemacht: "Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland." Er forderte seine Amtskollegen in den Bundesländer auf, ihre Pandemiepläne zu überarbeiten.

Pressekonferenz zum Coronavirus im Liveblog

Die Bundesregierung hat einen Krisenstab eingerichtet – eine erste Sitzung fand bereits statt. Auf einer Pressekonferenz in Berlin informierten Spahn und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) über dessen Aufgaben und die nächsten Schritte.

Lesen Sie die Aussagen der Minister im stern-Liveblog nach:

Live: Spahn und Seehofer zum Krisenstab

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    An dieser Stelle beenden wir die Live-Berichterstattung von der Pressekonferenz. Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus lesen Sie rund um die Uhr bei stern.de.

    Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag, bleiben Sie gesund!

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Die Plenarwoche in der kommenden Woche soll wie geplant stattfinden, sagt Gesundheitsminister Spahn – nachdem Innenminister Seehofer ihn darauf hingewiesen hat, dass nicht er selbst, sondern das Gesundheitsressort dafür zuständig sei.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Seehofer kündigt an, dass auch Migranten auf den Coronavirus untersucht werden sollen. Gegebenenfalls sollen sie in Quarantäne untergebracht werden. Auch dies sei ein Thema, mit dem sich der Krisenstab beschäftige.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Derzeit sei das Thema Übertragung des Virus' über den Güterverkehr noch kein Thema, antwortet ein Vertreter des Verkehrsministeriums auf eine Journalisten-Frage – aber: "Nachdem wir noch nicht alles wissen, behaltet Ihr das bitte im Blick" weist Seehofer den Vertreter an.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    "Es ist eine sehr, sehr gute Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern", resümiert Spahn auf eine Frage nach einem möglichen Kompetenz-Wirrwarr.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Tut Deutschland genug in Sachen Coronavirus? "Das Maßnahmenspektrum, das wir im Moment haben", sei genug, bekräftigt Spahn.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Frage nach einer Abriegelung ganzer Städte stelle sich für Jens Spahn derzeit nicht.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    "Ja, wir haben Pandemiepläne, aber wir üben zu wenig", gibt Spahn zu.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Auf Nachfrage von stern-Reporter Andreas Hoffmann erläutert Jens Spahn, dass der Bund in vielen Fällen nur den Rahmen für die Maßnahmen der Behörden vor Ort setzen könne. Unmittelbar ist der Bund zum Beispiel für den Bereich des Flug- und Bahnverkehrs zuständig.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Eine Frage an Seehofer zielt auf die Durchführung von Großveranstaltungen im Land ab, zum Beispiel die Spiele der Fußball-Bundesliga. Er richte sein Augenmerk eher auf solche Events, bei denen Menschen aus aller Welt zusammenkommen. Ein Fußballspiel zwischen zwei bayerischen Fußballclubs gehöre nicht dazu. Näheres zum Umgang mit Großveranstaltungen werde der Krisenstab am Freitag besprechen. Entschieden werde dies ohnehin auf Kommunal- oder Landesebene, ergänzt Gesundheitsminister Spahn.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Die Grenzen zu schließen, sodass "überhaupt niemand mehr raus oder rein" komme, das sei wohl nur schwerlich möglich, führt Seehofer weiter aus.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Auf die Nachfrage eines Journalisten, was es mit den "Aussteigekarten" für Zug- oder Flugreisen auf sich habe, sagt Seehofer: "Im Falle einer Infektion wollen wir zurückverfolgen können: Wer war mit dieser Person in einem Flugzeug, in einem Bus, in einem Zug." Wer diese Karten verteilen beziehungsweise ausfüllen soll, ist allerdings weiter unklar.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    In Bezug auf medizinische Analysen sei die Situation in Deutschland besonders gut, so Spahn: "Nahezu alle medizinischen Labore im Land sind in der Lage, eingeschickte Speichelabstriche für den Coronavirus-Test auszuwerten."

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    In Zukunft sei es für ihn wichtig, sagt Spahn, weiter "aufmerksam zu machen auf die Ernsthaftigkeit der Situation." Dabei wolle er aber keine übertriebenen Ängste schüren oder für Verunsicherung sorgen.

  • MiriamKhan
    • MiriamKhan

    Eine Sache wolle er noch hinzufügen, sagt Seehofer: Es sei lobenswert, "dass etliche große Unternehmen ihre Mitarbeiter gewarnt haben vor Reisen in betroffene Länder." Es zeige, dass diese Unternehmen erkannt hätten: "Der Gesundheitsschutz geht vor, auch vor wirtschaftlichen Interessen."

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