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Liveblog

News zur Coronavirus-Pandemie: 23 Corona-Infektionen in Düsseldorfer Pflegeheim nachgewiesen

In Deutschland und Europa werden die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus schrittweise gelockert, die Fallzahlen steigen zurzeit nur moderat an. Anders dagegen in Brasilien: Das Land droht, zum neuen Zentrum der Pandemie zu werden. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Proben für Corona-Tests

Proben für Corona-Tests

DPA

Brasilien wird mehr und mehr zu einem Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie. Das Land hat einen weiteren Anstieg der Infektionen mit dem Errreger Saras-CoV-2 zu verzeichnen und liegt jetzt nach den USA und Russland auf dem dritten Platz weltweit. In dem südamerikanischen Land wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 347.398 Infektionen registriert. mindestens 22.013 Menschen starben nach einer Covid-19-Erkrankung (Stand der Daten: Sonntagmorgen).

Auch in Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Neuinfektionen weiter an, wenn auch vergleichsweise moderat. Insgesamt wurde bei 179.986 Menschen das Coronavirus nachgewiesen, 8261 starben.

Weltweit starben laut Johns-Hopkins-Universität 342.147 Menschen infolge einer Coronavirus-Infektion, bei mehr als fünf Millionen Infizierten.

Die wichtigste Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • 23 Corona-Infektionen in Düsseldorfer Pflegeheim nachgewiesen (18.48 Uhr)
  • Nach Gottesdienst in Frankfurt mindestens 107 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (15.07 Uhr)
  • Mediziner warnen vor "starkem Anstieg" der Coronavirus-Fälle in Deutschland (10.02 Uhr)
  • Corona-Ausbruch in Niedersachsen: Landkreis prüft Hinweise auf Regelverstöße in Restaurant (10.01 Uhr)
  • Städtetag befürchtet Ladensterben (10.00 Uhr)
  • Ramelow verteidigt Lockerungspläne für Thüringen (9.59 Uhr)
DPA / AFP

Die Coronakrise: News von Sonntag, 24. Mai

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat der Partnerstadt Moskau angeboten, Corona-Patienten in Berliner Krankenhäusern zu behandeln. "Zusammen mit der Charité hatten wir Italien ein Angebot gemacht, das letztlich nicht angenommen werden musste. Stattdessen nahm unsere Uniklinik Patienten aus Frankreich auf, wofür sich Präsident Emmanuel Macron vor einigen Tagen per Brief bei uns bedankte", sagte Müller dem "Tagesspiegel". "Wir wollen gern weiter helfen, wenn unsere Kliniken dafür Möglichkeiten sehen. Auch unserer Partnerstadt Moskau habe ich ein Angebot übermittelt." Bislang habe es keine Reaktion gegeben.

  • Rune Weichert
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    FDP-Chef Christian Lindner hat sich für ein regional unterschiedliches Vorgehen gegen das Coronavirus ausgesprochen. In einer Region ohne Neuinfektionen müssten andere Regeln gelten als an Orten mit stärkerem Infektionsgeschehen, sagte Lindner am Sonntag bei "Bild Live". Über die Ausgestaltung der Maßnahmen müsse aber unter Einbeziehung von Experten entschieden und sorgfältig diskutiert werden.

    Die geplante Lockerung der Corona-Auflagen in Thüringen wollte Lindner vorerst nicht kommentieren, sondern die Diskussion "erstmal unseren Fachpolitikern überlassen". Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten. Damit würden die bisherigen Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen wegfallen. Im Gespräch ist, dass an die Stelle landesweiter Vorgaben lokale Maßnahmen treten, wenn in einer Region eine bestimmte Infektionsrate überschritten wird. Über Ramelows Vorschlag soll das Thüringer Landeskabinett am Dienstag beraten.

  • Rune Weichert
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    Nach einem wochenlangen Alkoholverbot im Rahmen der Corona-Restriktionen in Südafrika will Präsident Cyril Ramaphosa diese Regelung nun lockern. Anfang Juni würden die landesweiten Corona-Restriktionen von der bestehenden Stufe vier auf das Niveau drei zurückgestuft, sagte Ramaphosa am Sonntagabend in einer Rede an die Nation. Damit werde der Alkohol für den Konsum zu Hause wieder erlaubt. Allerdings werde der Verkauf nur unter strengen Auflagen zu bestimmten Zeiten erlaubt sein. Weitere Details dazu sollten zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden, sagte er. Der Verkauf von Tabakwaren bleibe wegen der Gesundheitsrisiken weiterhin verboten.

    Südafrika hatte Ende März im Kampf gegen das Coronavirus eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Sie galt als eine der strengsten weltweit - verboten waren selbst Jogging- oder Gassigeh-Runden. In dem Land wurden laut Ramaphosa bislang mehr als 22.500 Fälle von Covid-19 bestätigt.

  • Rune Weichert
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    Im besonders heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York können Profisportmannschaften ab sofort wieder trainieren. Nach einer mehr als zweimonatigen Pause könnten professionelle Sportteams aller Ligen wieder mit Trainingscamps beginnen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. "Ich glaube, dass die Sportarten, die zurückkommen können ohne
    Zuschauer im Stadion - die sollten es machen! Macht es! Kümmert euch um das Finanzielle, wenn das geht. Wir wollen, dass das wieder läuft", sagte Cuomo. "Wir wollen, dass die Menschen Sport schauen können."

  • Rune Weichert
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    In Tschechien tritt am Montag die nächste große Lockerungswelle bei den Corona-Maßnahmen in Kraft. Restaurants, Bars und Cafés dürfen ihre Innenräume öffnen. Auch Hotels und Pensionen sowie Hallen- und Freibäder öffnen wieder ihre Tore. Burgen und Schlösser heißen Besucher willkommen. Grünes Licht bekommen Sportveranstaltungen mit insgesamt bis zu 300 Teilnehmern und Zuschauern. In allen Fällen gelten besondere Hygieneregeln.

    Im östlichen Bezirk Karvina bleiben einige Maßnahmen wie ein Besuchsverbot in Krankenhäusern länger als im Rest des Landes bestehen. Das gab Gesundheitsminister Adam Vojtech am Sonntag bekannt. Grund sei ein großer Infektionsherd in dem Steinkohlebergwerk Darkov. Unter den dort arbeitenden Bergleuten und ihren Familienangehörigen wurden bisher 212 Personen positiv auf das Coronavirus getestet.

    Für ausländische Touristen gilt derzeit noch ein Einreisestopp nach Tschechien. Ein festes Datum für die Wiedereröffnung der Grenze zu Deutschland steht noch nicht fest, dies könnte aber nach früheren Aussagen der Regierung bereits Mitte Juni geschehen.

  • Rune Weichert
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    Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen nach einem Restaurantbesuch in Ostfriesland ist auf 18 gestiegen. Im Laufe des Sonntags kamen sieben bestätigte Fälle hinzu, wie der Landkreis Leer am Abend mitteilte. Unter den Infizierten seien 14 Menschen, die am 15. Mai bei der Wiedereröffnung des Restaurants in geschlossener Gesellschaft dabei waren. Vier weitere Menschen hätten sich in der Folge angesteckt. Insgesamt sei für 118 Menschen häusliche Quarantäne angeordnet worden.

    Eine Befragung der Gäste, die am 15. Mai im Restaurant waren, habe zudem "Indizien geliefert, dass an dem Abend möglicherweise gegen Corona-Auflagen verstoßen wurde", hieß es vom Landkreis. Diesen Hinweisen werde in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren nachgegangen, einschließlich einer Anhörung des Betreibers. Der Inhaber des betroffenen Restaurants in Moormerland hatte am Samstag gesagt, er wisse nicht, ob sich das Virus am 15. Mai beim Eröffnungsabend seines Lokals verbreitet habe. Es sei auch möglich, dass sich die Menschen vor oder nach dem Abend infiziert hätten.

  • Rune Weichert
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    In einem Senioren- und Pflegeheim in Düsseldorf sind 23 Bewohner positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Bislang sei nur eine Bewohnerin in eine Klinik eingeliefert worden, die anderen seien zurzeit symptomfrei, teilte die Stadt mit. Sie blieben in der Pflegeeinrichtung in Quarantäne. Insgesamt lebten mehr als 100 Menschen in der Einrichtung im Stadtteil Benrath, hieß es.

    Das Gesundheitsamt hatte alle Bewohner getestet, nachdem das Coronavirus bei einem Mitarbeiter nachgewiesen worden war. Besuch darf nun nicht mehr empfangen werden, Mitarbeiter müssen Masken mit hoher Schutzstufe tragen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich hinter seinen wegen mutmaßlicher Corona-Verstöße umstrittenen Top-Berater Dominic Cummings gestellt. Cummings habe "verantwortungsbewusst, rechtmäßig und mit Integrität gehandelt", sagte Johnson. Laut britischen Medienberichten hatte Cummings trotz Anzeichen einer Corona-Infektion Ende März seine Londoner Wohnung verlassen und war zu seinen Eltern ins mehr als 400 Kilometer entfernte Durham im Nordosten Englands gefahren. Später soll er noch weitere Male gegen die Ausgangssperre verstoßen haben. Die mutmaßlichen Verstöße stehen im krassen Gegensatz zur Politik Johnsons, der seit einer eigenen Covid-19-Erkrankung vehement auf die Einhaltung der Corona-Ausgangsbeschränkungen pocht. Ein Johnson-Sprecher hatte zuvor bereits erklärt, Cummings habe sich an die Richtlinien in der Corona-Pandemie gehalten. Er sei lediglich zu seinen Eltern gefahren, damit Familienangehörige sich um seinen kleinen Sohn kümmern könnten.

  • Rune Weichert
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    Ausländische Saisonarbeitskräfte für die Landwirtschaft dürfen noch länger nach Deutschland einreisen als bislang geplant. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) habe sich mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) "auf die Fortführung der bestehenden Regelung für die Einreise ausländischer Saisonarbeitskräfte bis zum 15. Juni geeinigt", teilte das Landwirtschaftsministerium in Berlin am Sonntag mit. Das Konzept wäre Ende Mai ausgelaufen.

    Die Auflagen für den Gesundheits-, Arbeits- und Infektionsschutz blieben bestehen, ebenso wie das Kontingent von insgesamt 80.000 Arbeitskräften, hieß es weiter. Dieses sei aktuell nicht ausgeschöpft, bislang seien nur 33 000 Saisonarbeiter eingereist. Mitte Juni soll die Situation "im Lichte des aktuellen Infektionsgeschehens grundsätzlich neu" bewertet werden, hieß es weiter. Die Bundesregierung hatte Anfang April wegen drohender Engpässe in der Landwirtschaft die Einreise von bis zu 80.000 ausländischen Saisonkräfte in den Monaten April und Mai erlaubt. Zuvor war die Einreise im Zuge der Corona-Pandemie untersagt worden.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat vor dem rheinischen Derby gegen Fortuna Düsseldorf gleich zwei Gedenkminuten abgehalten. Vor der an diesem Spieltag in allen Stadien praktizierten für die Opfer der Coronavirus-Pandemie gedachten die Kölner auch Gerhard "Gerd" Strack. Der frühere Nationalspieler und langjährige Libero des FC war im Alter von 64 Jahren an einem Herinfarkt verstorben.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die USA wollen wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Brasilien voraussichtlich Einreisebeschränkungen für das südamerikanische Land verhängen. Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Robert O'Brien, sagte am Sonntag dem Fernsehsender CBS, er rechne mit einer Entscheidung dazu noch im Laufe des Tages. "Wir hoffen, dass das vorübergehend sein wird", sagte er und verwies auf ähnliche, bereits erlassene Einreiseverbote mit Blick auf den Schengen-Raum und China. "Wegen der Lage in Brasilien werden wir alles Notwendige unternehmen, um das amerikanische Volk zu schützen", versicherte er.

    Zunächst sei ein solcher Schritt nur mit Blick auf Brasilien geplant. Man werde die Lage in anderen lateinamerikanischen Staaten allerdings ebenso von Land zu Land betrachten. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus war in Brasilien zuletzt kräftig gestiegen. Das einwohnerstärkste Land Lateinamerikas liegt hier in absoluten Zahlen weltweit inzwischen an Platz zwei - hinter den USA.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Nach einer Attacke auf zwei Teilnehmer auf dem Heimweg von einer Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Bielefeld ermittelt der Staatsschutz. Wegen der Nähe zur Kundgebung könne ein politisches Motiv der Angreifer nicht ausgeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Den Angaben zufolge wurden die beiden 54-Jährigen am Samstag von vier oder fünf Männern angegriffen und verletzt. Einer der beiden sei am Boden liegend getreten worden. Er kam in ein Krankenhaus, konnte es nach der Behandlung aber wieder verlassen. Die sofort eingeleitete Fahndung nach den unbekannten Angreifern sei bislang erfolglos verlaufen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die Nordseeinsel Sylt ist von Montag an auch wieder über Dänemark mit der Fähre zu erreichen. Wie Schleswig-Holsteins Regierungssprecher Peter Höver den "Lübecker Nachrichten" (Sonntag) sagte, darf die Sylt-Fähre zu Transitzwecken genutzt werden. Die Kieler Landesregierung habe sich auf verschiedenen Kanälen bei der dänischen Staatsregierung und bei der Bundesregierung für die Wiedereröffnung der Verbindung eingesetzt. Details sollen nun zwischen der deutschen und der dänischen Polizei vereinbart werden.

    Seit Anfang dieser Woche hatte die dänische Polizei keine deutschen Urlauber mehr zu Transitzwecken über die Grenze gelassen. Betroffen davon waren Sylt-Urlauber, die mit der Sylt-Fähre von Havneby auf der dänischen Insel Rømø nach List oder in die andere Richtung fahren wollten. Dänemark hat wegen der Coronakrise die Grenze für Touristen derzeit noch geschlossen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Erstmals seit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen in Italien hat der Papst seinen Sonntagssegen wieder vor Pilgern erteilt, die auf dem Petersplatz standen. Der Platz vor dem Petersdom war seit März gesperrt gewesen und erst am Montag wieder geöffnet worden. Der 83-jährige Franziskus hatte zunächst sein Mittagsgebet in der Bibliothek des Apostolischen Palastes gesprochen. Es wurde unter anderem zu den Menschen draußen übertragen. Danach trat das katholische Kirchenoberhaupt ans Fenster des Palastes und segnete die Gläubigen aus großer Entfernung.

    Auf dem Platz waren nur recht wenige Menschen zugelassen. Sie mussten zum Schutz vor Ansteckung mit dem Virus größeren Abstand voneinander halten. In Italien waren am 18. Mai viele Beschränkungen gefallen, die beim Lockdown vom 10. März verhängt worden waren. Auch Gottesdienste sind wieder erlaubt.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer sind nach der Corona-Sperrstunde in einem Lokal in Wien von der Polizei erwischt worden. Van der Bellen bestätigte der "Kronen Zeitung" den Vorfall und entschuldigte sich. Er habe sich "verplaudert und leider die Zeit übersehen". Auch die Polizei bestätigte, dass der Bundespräsident bei einer Kontrolle in der Wiener Innenstadt in einem Gastgarten angetroffen wurde. Laut der "Kronen Zeitung" hatten Van der Bellen und seine Frau noch Getränke auf dem Tisch, als das Lokal gegen 0.20 Uhr kontrolliert wurde. In Österreich dürfen Restaurants, Lokale und Bars aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nur bis 23 Uhr öffnen. Für den Wirt könnte der Vorfall daher teure Folgen haben.

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