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Liveblog

News zur Coronavirus-Pandemie: 72 UPS-Mitarbeiter nahe Hannover mit Coronavirus infiziert

Das Pfingstwochenende im Zeichen des Coronavirus steht vor der Tür. Die täglichen Neuinfektion in Deutschland sind auf moderatem Niveau, dramatischer sieht es in den USA und in Brasilien aus. Alle Meldungen zur Coronavirus-Pandemie im stern-Liveblog.

Langenhagen: Mitarbeiter des Postdienstleister UPS in Langenhagen

Langenhagen: Mitarbeiter des Postdienstleister UPS in Langenhagen prüfen die Lkw-Fahrer auf Erhöhte Temperatur bevor das Fahrzeug das Firmengelände befahren darf. Beim Postdienstleister haben sich 72 Mitarbeiter des Verteilzentrums mit dem Coronavirus infiziert. 

DPA

Die deutschen Bundesländer gehen ihren Weg der Lockerungen aus den Coronavirus-Eindämmungsmaßnahmen weiter. Nun steht das Pfingstwochenende und damit die erste Bewährungsprobe zuvor. Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen bleibt dabei vorerst auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Am Donnerstagmorgen vermeldete die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität insgesamt 181.534 Infizierte in Deutschland, 8428 Menschen sind infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

+++ Lesen Sie auch: Wo wird die Obergrenze gerissen? Daten zu allen Kreisen finden Sie hier +++

Weltweit wurden bisher 5.695.290 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, es gibt 355.692 Tote. Die beiden Länder mit den meisten Infektionen sind weiterhin die USA mit über 1,6 Millionen Fällen (100.400 Tote) und Brasilien mit rund 400.000 Fällen (etwa 25.598 Tote).

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • 72 UPS-Mitarbeiter nahe Hannover mit Coronavirus infiziert (16.40 Uhr)
  • Zahl der Arbeitslosen in USA steigt weiter dramatisch an (14.45 Uhr)
  • Südkorea verschärft Corona-Beschränkungen wieder (12.25 Uhr)
  • 111 Jahre alte Chilenin überlebt Covid-19-Infektion (11.09 Uhr)
  • Deutsches Kinderhilfswerk warnt vor langfristigen Folgen von Kita- und Schulschließungen (10.08 Uhr)
  • Mehr als 100.000 Corona-Tote in USA (8.48 Uhr)
DPA / AFP

Coronavirus: Meldungen von Donnerstag, 28. Mai

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In den USA haben sich mehr als 3000 Arbeiter in Fleischfabriken mit dem Coronavirus infiziert, wie die größte Gewerkschaft des Landes mitteilt, die diese Berufsgruppe organisiert. Mindestens 44 Arbeiter seien in diesem Zusammenhang gestorben. Die Gewerkschaft United Food and Commercial Workers ruft die Unternehmen und die Regierung auf, mehr zum Schutz der Beschäftigten zu tun.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    US-Präsident Donald Trump will sich bei einer Pressekonferenz am Freitag zu China äußern. Außenminister Mike Pompeo hatte am Mittwoch erklärt, China beschneide die Autonomie Hongkongs dermaßen, dass die frühere britische Kronkolonie nicht mehr für einen bevorzugten Status nach US-Recht infragekomme. Trump könnte nun unterschiedliche Strafmaßnahmen verhängen, darunter Strafzölle, eine Begrenzung der Visa-Vergabe oder andere Wirtschaftsstrafen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Schutzmasken, Reinigung und Luftfilterung helfen nach den Worten von United-Airlines-Chef Scott Kirby besser gegen die Ausbreitung des Coronavirus im Flugzeug als das Freilassen der Mittelsitze. "Sie können Im Flugzeug keine sechs Fuß (etwa 1,80 Meter) Abstand halten, Mittelsitz hin oder her", sagt Kirby. Während manche andere Fluggesellschaften weniger Sitze pro Flugzeug belegen als in der Vergangenheit, gibt United seinen Passagieren die Möglichkeit zur Umbuchung, wenn ein Flug recht voll ist.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die wegen der Coronavirus-Pandemie verschobene Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Glasgow soll nun vom 1. bis 12. November 2021 stattfinden. Das teilte die britische Regierung am Donnerstagabend mit. Eigentlich war sie für diesen November geplant.

    "Unsere Bemühungen, dem Klimawandel und Covid-19 zu begegnen schließen sich nicht gegenseitig aus", sagte die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats (UNFCCC), Patricia Espinosa, der Mitteilung zufolge. Die Erholung von der Coronakrise könne auch zu einem inklusiveren und nachhaltigen Umgang mit dem Klima führen.

    Der anstehende UN-Klimagipfel in Glasgow galt als besonders wichtig: Die Staaten sollen bis dahin ehrgeizigere Klimaschutz-Pläne entwickeln. Denn noch reichen sie in der Summe längst nicht aus, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erfüllen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen hat Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) die Abgeordneten ausdrücklich zum Restaurantbesuch aufgerufen. "Sie tun nicht nur damit sich selbst einen Gefallen, (...) sondern einer nach wie vor sehr gebeutelten Branche", sagte er zum Abschluss der Plenarsitzung. "Viele von uns haben in den letzten Wochen an Gewicht gewonnen - die Restaurants waren geschlossen", erklärte Kubicki. "Ich appelliere an Sie, den Trend umzukehren - die Restaurants sind wieder geöffnet."

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Die Briten haben den Mitarbeitern ihres Gesundheitssystems am Donnerstag womöglich zum letzten Mal den in der Corona-Krise zur Tradition gewordenen Applaus gespendet. Unter dem Motto "Clap for Carers" hatten Bürger des Landes in den vergangenen zehn Wochen klatschend vor ihren Haustüren und auf ihren Balkonen ihre Unterstützung für das Personal der Krankenhäuser zum Ausdruck gebracht. Annemarie Plas, die als Initiatorin der Aktion gilt, warb jedoch dafür, das Ritual nun letztmals abzuhalten - damit es endet, solange sich noch viele Menschen beteiligen.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Erstmals in seiner Geschichte muss der Boston-Marathon abgesagt werden. Nach Angaben der Organisatoren soll stattdessen eine "virtuelle Veranstaltung" stattfinden. Alle Teilnehmer, die nachweislich 42,195 Kilometer alleine gelaufen sind, sollen eine Finisher-Medaille erhalten. Ursprünglich sollte die 124. Auflage des Traditionsrennen am 20. April gestartet werden, wurde aber wegen der Corona-Pandemie zunächst auf den 14. September verlegt.

    Der erste Lauf in Boston fand 1897 erstmals statt. Das Rennen ist eines von sechs World Marathon Majors und zog in den vergangenen Jahren jeweils mehr als 30 000 Teilnehmer und 500 000 Zuschauer an. Die USA sind von der Pandemie weltweit am stärksten betroffen. Der Boston-Marathon 2021 ist nun für den 19. April geplant.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Das Universitätsklinikum Tübingen setzt einem "Spiegel"-Bericht zufolge Tests mit dem Malaria-Mittel Hydroxychloroquin vorerst aus. "Wir werden unsere zwei Studien nun für zwei Wochen pausieren", zitiert das Magazin den medizinischen Direktor am Universitätsklinikum, Peter Kremsner. Die Entscheidung sei am Donnerstagabend gefallen. In der Zeit sollen die ersten Ergebnisse zur Patientensicherheit von einem unabhängigen Sicherheitsgremium angeschaut werden. Danach werde entschieden, ob die Studien fortgesetzt werden. An der Entscheidung seien auch die zuständige Ethikkommission sowie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beteiligt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will beim Umgang mit der Corona-Pandemie keine Ängste schüren. "Jetzt vor einer zweiten Welle zu warnen, die dann gar nicht kommt - das fände ich schwierig", sagte der Linken-Politiker dem "Spiegel". "Und dann zu sagen: Es könnte sein, dass die dritte kommt, während die Hälfte der Landkreise null Infektionen hat - das würde mir doch niemand mehr glauben." Was jetzt passiere, mache etwas mit der Gesellschaft. "Und da müssen wir alle aufpassen, dass wir nicht permanent mit dem Faktor Angst arbeiten, weil Angst kein guter Ratgeber ist", sagte Ramelow.

    Er wundere sich, "wie es mancher Verschwörungsunsinn bis in den eigenen Freundeskreis schafft". Eine Erklärung sei, dass es nie zuvor solche Beschränkungen gegeben habe. "Die Zumutung, diesen Lockdown aushalten zu müssen, ist riesengroß." Ihn mache es aber fassungslos, bei manchen Demonstrationen den Davidstern zu sehen. "Diesen Antisemitismus, der da gezeigt wird, finde ich abstoßend." Vor dem Protest etwa von Beschäftigten der Reisebüros oder der Reisebusunternehmen habe er dagegen höchsten Respekt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Der abnehmende Trend bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hält an. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 353 neue Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 179.717 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete (Datenstand 28.05, 0 Uhr).

    Am 2. April war die Zahl der Neu-Infektionen mit rund 6500 auf ihrem bisherigen Höhepunkt gewesen. Seitdem sind die Zahlen - mit tagesabhängigen Schwankungen - kontinuierlich gesunken.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    UN-Generalsekretär António Guterres hat zur finanziellen Unterstützung von Entwicklungsländern in der Corona-Krise aufgerufen. "Die Pandemie hat unsere Zerbrechlichkeit demonstriert", sagte Guterres bei einer virtuellen UN-Konferenz zur Finanzierung von Entwicklungsmaßnahmen in der Coronavirus-Pandemie. "Wir befinden uns in einer nie da gewesenen menschlichen Krise, wegen eines mikroskopischen Virus. Wir müssen mit Einigkeit und Solidarität reagieren und ein Schlüsselaspekt unserer Solidarität ist finanzielle Unterstützung."

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Frankreich bleiben Team-Sportarten noch bis mindestens 21. Juni verboten. Auch Stadien oder Pferderennbahnen sollen mindestens bis dahin geschlossen bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe bei der Vorstellung weiterer Lockerungen an. Sporthallen sollen unterdessen bereits in weiten Teilen des Landes am 2. Juni wieder öffnen - in Paris Ende Juni.

    Mit Blick auf die Wiederaufnahme der Fußball-Saison oder anderer Wettkampfsportarten erklärte er, dass er die Zeit nicht für reif halte. Kollektivsportarten wie Fußball oder Basketball seien per Definition Kontaktsportarten, so der Regierungschef. Frankreichs Ligue 1 war die erste der großen europäischen Fußball-Ligen, die ihre Saison abgebrochen hat.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Die Kontaktbeschränkungen in England werden weiter gelockert. Das teilte der britische Premierminister Boris Johnson mit. Demnach sollen von kommender Woche an wieder Treffen von bis zu sechs Personen in privaten Gärten möglich sein, solange der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten wird. Auch Läden mit Verkaufsfläche im Freien sollen wieder öffnen dürfen. Zudem werden auch teilweise die Schulen wieder für eine größere Zahl von Kindern geöffnet.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Berlin will nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA weitere Corona-Beschränkungen lockern. So sollen für Demonstrationen ab Samstag keine Begrenzungen der Teilnehmerzahl mehr gelten. Fitnessstudios dürfen auch wieder öffnen, ab wann ist jedoch noch offen. Und, die wohl wichtigste Nachricht: Kneipen dürfen ab dem 2. Juni wieder Gäste bewirten. Die Gäste müssen allerdings an Tischen Platz nehmen statt etwa am Tresen in Gruppen herumzustehen.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond rufen wegen die Corona-Pandemie um Spenden auf. Notwendig seien rund drei Milliarden Euro, erklärte die Internationale Bewegung der beiden Hilfsorganisationen. Damit sollten die am meisten durch das Coronavirus gefährdeten Bevölkerungsgruppen unterstützt und die sozialen und wirtschaftlichen Langzeitfolgen der Pandemie abgefedert werden. Armut und mangelnde Ernährungssicherheit nähmen zu, während in vielen Regionen der Welt ein öffentliches Gesundheitswesen sowie Zugang zu sauberem Trinkwasser und Hygiene fehlten.

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