HOME

stern-Logo Alles zum Coronavirus

Liveblog

News zur Coronavirus-Pandemie: Fast 39 Millionen Arbeitslose in der Coronakrise in den USA

In Europa und Deutschland werden die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus nach und nach gelockert, die Zahl der Neuinfektionen steigt aber weiter an. Alle Nachrichten zur Coronakrise im stern-Liveblog.

Ein Handy vor einem Arbeitslosenhilfe-Antrag

In den USA haben infolge der Corona-Pandemie erneut Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Damit haben seit Mitte März mehr als 36 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten ihren Job verloren.

AFP

Deutschland hat seine Corona-Maßnahmen gelockert und geht die ersten Schritte in die "neue Normalität" - wie viele andere Staaten in Europa. Die Johns-Hopkins-Universität meldet unterdessen 178.473 bestätigte Infektionen in Deutschland. Die Zahl der Corona-Toten hierzulande wird mit 8144 beziffert. (Stand: Donnerstagmorgen). 

Weltweit steigt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen weiter an. Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurde bei mehr als 5 Millionen Menschen der Erreger nachgewiesen, mehr als 328.172 Personen sind nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

+++ Lesen Sie auch: Wo wird die Obergrenze gerissen? Daten zu allen Kreisen finden Sie hier. +++

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • Fast 39 Millionen Arbeitslose in der Coronakrise in den USA (16.24 Uhr)
  • EU empfiehlt Schutzmasken für Flug-Passagiere und Abstandsregeln im Flieger (14.33 Uhr)
  • Behörden verbieten AfD-Demo gegen Corona-Regeln (12.30 Uhr)
  • Weltweit mehr als fünf Millionen Corona-Infizierte (10.01 Uhr)
  • Lufthansa: Gespräche über Rettungspaket kurz vor Ziel (8.44 Uhr)
DPA / AFP

Die Coronakrise: News von Donnerstag, 21. Mai

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Der tschetschenische Regionalpräsident Ramsan Kadyrow hat sich möglicherweise mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei mit einem Flugzeug nach Moskau gebracht worden, wo er nun unter "medizinischer Überwachung" stehe, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass am Donnerstagabend. Demnach war sein Zustand "stabil". Laut der Agentur Ria-Nowosti wird der 43-Jährige in einer Moskauer Klinik behandelt.

    Die tschetschenischen Behörden kommentierten die Berichte zunächst nicht und betonten nur, Kadyrow leitete die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Der seit 2007 autoritär herrschende Kadyrow geht angesichts der Coronakrise noch härter gegen Kritik und abweichende Meinungen in seinem Land vor als sonst. Aus seinem isolierten Machtbereich dringen neue Vorwürfe von Pressezensur und Einschüchterungen durch die Polizei nach außen.

    Kadyrow gilt als unumstrittene Nummer eins in der Kaukasusrepublik. Der Kreml rechnet dem 43-Jährigen hoch an, dass er nach vielen Jahren Krieg und islamistischen Unruhen Stabilität in die Region gebracht hat. Menschenrechtsgruppen verweisen jedoch auf erschreckende Fälle von außergerichtlichen Tötungen und Entführungen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Bei der Auslieferung von Schutzmasken, die durch die Regierung beschafft wurden, gibt es einem Medienbericht zufolge Verzögerungen. Das Bundesgesundheitsministerium habe auf Anfrage "logistische Probleme" bei der Auslieferung eingeräumt, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" am Donnerstagabend. Dem Bericht zufolge begründete das Haus von Minister Jens Spahn (CDU) dies damit, dass in den vergangenen beiden Wochen eine Vielzahl von Lieferungen in den Logistiklagern gleichzeitig eingetroffen seien, so dass es nun zu Verzögerungen in der Auslieferung komme. Die Prüfung der Ware durch den TÜV sei außerdem sehr aufwendig. Etwa 20 Prozent der gelieferten Schutzmasken entsprächen nicht den hohen Normanforderungen. "Mangelhafte Produkte werden nicht abgenommen und nicht bezahlt", zitierten die Medien einen Sprecher des Ministeriums. Erst zehn Prozent der Lieferanten seien bezahlt worden.

    Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" liegen bei vom Gesundheitsministerium beauftragten Logistikunternehmen mehr als 130 Millionen medizinische FFP2-Masken. Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, sagte in dem Bericht jedoch, in einigen Kliniken werde das Einmalmaterial während der gesamten Schicht verwendet, zum Teil mehrere Tage hintereinander.
    "Das ist ein Zeichen dafür, dass noch nicht genug Material vor Ort ist", führte sie aus. "Wenn es wirklich auf den Höfen lagert, irgendwo, dann bitte ausliefern an die Kliniken, an die Praxen, an die Altenheime, damit dann das medizinische Personal diese Schutzkleidung auch nutzen kann."

    Gesundheitsminister Spahn berichtete kürzlich von einer positiven Entwicklung bei der Beschaffung der dringend benötigten Masken: "Mittlerweile gelingt es uns aber, so viel zu beschaffen, dass mir die ersten kassenärztlichen Vereinigungen und Länder sagen, 'der Hof ist voll, stell die Lieferungen ein'", sagte er der "Zeit".

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Zahlreiche Strände in Großbritannien waren auch am Donnerstag trotz der Coronakrise überfüllt. Das schöne Wetter hatte Ausflügler vor allem an die südenglische Küste, etwa nach Bournemouth, gelockt. Die britische Regierung erlaubt inzwischen Tagesausflüge in England, fordert aber die Einhaltung des Zwei-Meter-Abstands von Personen, die nicht in einem Haushalt leben. In Cornwall an der südwestlichen Spitze Englands
    übernachteten Menschen in ihren Wohnmobilen, obwohl dies nicht erlaubt war. Hotels, aber auch viele öffentliche Parkplätze und Toiletten sind noch geschlossen. Einheimische fürchten, dass sich das Coronavirus durch Tagesausflügler wieder stark ausbreiten könnte. Die Landesteile Schottland, Wales und Nordirland fahren einen eigenen, strikteren Kurs im Kampf gegen die Pandemie.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die USA unterstützen das Pharmaunternehmen AstraZeneca bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus mit bis zu 1,2 Milliarden US-Dollar (1,1 Milliarden Euro). Das teilten das US-Gesundheitsministerium und der britisch-schwedische Konzern mit. Die Finanzspritze soll die Entwicklung des Vakzins beschleunigen und die Lieferung von Millionen Impfdosen auch an die USA sichern. Noch ist der Impfstoff jedoch nur in der Testphase. Er ist einer von vielen Kandidaten, die weltweit in der Entwicklung sind.

    AstraZeneca verfügt nach eigenen Angaben über Herstellungskapazitäten für eine Milliarde Dosen und sucht hierfür Kunden. Feste Zusagen hat sich das Unternehmen der Mitteilung zufolge bislang für die Abnahme von mindestens 400 Millionen Dosen gesichert. In Großbritannien hatten erste Studien auf Sicherheit und Wirksamkeit im vergangenen Monat begonnen. Geplant ist, das Vereinigte Königreich bereits ab September zu beliefern. In den USA ist der Start für den späten Herbst vorgesehen. Viele Wissenschaftler gehen nicht davon aus, dass ein Impfstoff zum Schutz vor dem Coronavirus noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen wird.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    US-Präsident Donald Trump will den G7-Gipfel hauptsächlich im Weißen Haus abhalten - sollte es trotz der Corona-Pandemie nun doch ein reales Treffen geben. Es sehe so aus, als würde der Gipfel der Staats- und Regierungschefs stattfinden können, sagte Trump am Donnerstag im Garten des Weißen Hauses. Am Mittwoch hatte der US-Präsident völlig überraschend per Twitter mitgeteilt, dass er erwäge, die Zusammenkunft am ursprünglich geplanten Termin Mitte Juni oder an einem ähnlichen Datum zu veranstalten. Ein Teil des Gipfels könnte am Landsitz des Präsidenten in Camp David stattfinden, in erster Linie aber im Weißen Haus in Washingon, sagte Trump nun.

    Die US-Regierung hatte im März das für Mitte Juni in den USA geplante Gipfeltreffen der sieben großen Industrienationen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt. Ursprünglich sollte der Gipfel vom 10. bis 12. Juni in Camp David stattfinden. Zu der "Gruppe der Sieben" gehören neben den USA Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada. Trump hatte am Mittwoch geschrieben, dass ein realer Gipfel ein großartiges Signal der Normalisierung sein würde und dass die anderen Länder wie die USA bereits ihr Comeback starteten.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ offen, ob sie einer Einladung Trumps in die USA in wenigen Wochen folgen würde. Aus Kreisen des Pariser Élyséepalastes verlautete, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron willens sei, nach Camp David zu reisen, falls die Gesundheitsbedingungen es erlaubten. Auch Kanadas Premier Justin Trudeau zeigte sich offen für eine Diskussion über ein persönliches Treffen in den USA.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In Lettland können die Menschen in der Coronakrise bald weitere Freiheiten genießen. Die Regierung des baltischen EU-Landes beschloss, zum 1. Juni die Beschränkungen für verschiedene Bildungs- und Sportaktivitäten sowie Volks- und Laienkunstgruppen zu lockern. Dies teilte Ministerpräsident Krisjanis Karins am Donnerstag nach der Kabinettssitzung in Riga mit.

    Unter Beibehaltung der Abstandsregeln sollen Bildungseinrichtungen staatliche Prüfungen wieder von Angesicht zu Angesicht organisieren dürfen. Dies soll etwa für berufliche Qualifikationsprüfungen und Aufnahmetests, aber vereinzelt auch im Hochschulbereich gelten.

    Für Profi-Sportler und Athleten der lettischen National- und Olympiateams wurden die Auflagen zur Sportausübung gelockert. Mit Ausnahme von Kampfsportlern dürfen sie nun auch in Gruppen trainieren und dabei den ansonsten geltenden 2-Meter-Abstand unterschreiten.

    Gestattet sind unter strengen Hygiene-Vorschriften ab dem kommenden Monat auch wieder organisierte Gruppenaktivitäten im Innen- und Außenbereich von Chören, Tanzgruppen und anderen Ensembles, die in Lettland einen wichtigen Teil der nationalen Identität bilden. Auch Sommerferienlager für Kinder können organisiert werden.

    Lettland mit knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 1025 bestätigte Infektionen und 22 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Polen hat am Donnerstag die Marke von 20.000 Infektionen mit dem Coronavirus überschritten. Das
    Gesundheitsministerium bestätigte am Spätnachmittag 20.143 Infektionsfälle mit Sars-CoV-2 und bisher 972 Todesfälle. In den vergangenen Wochen verzeichnete das Land regelmäßig mehrere hundert Neuinfektionen pro Tag. Anzeichen für eine Abschwächung der Ausbreitung gibt es vorerst nicht.

    In den vergangenen Tagen konzentrierten sich die Neuinfektionen auf die Kohlebergbauregion Oberschlesien. Die polnischen Behörden intensivierten deshalb die Corona-Tests bei Bergleuten des Kohlereviers und deren Familienangehörigen. Von den am Donnerstag hinzugekommenen 405 Corona Neuinfektionen wurden 251 in Oberschlesien verzeichnet. Rund 8500 Menschen seien von der Viruserkrankung Covid-19 in Polen bereits genesen. Bisher wurden in dem EU-Land rund 700.000 Corona-Tests durchgeführt.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Angesichts weit verbreiteter Falschnachrichten in der Corona-Pandemie haben die Vereinten Nationen eine neue Initiative für vertrauenswürdige Inhalte im Internet gestartet. Bei dem Programm mit dem Namen "Verified" ("Verifiziert") sollen Freiwillige auf der ganzen Welt Inhalte auf sozialen Plattformen teilen, die falsche Informationen widerlegen oder über das Virus aufklären. "Wir können unsere virtuellen Räume nicht an diejenigen abtreten, die mit Lügen, Angst und Hass handeln", sagte UN-Generalsekretär António Guterres.

    Die Initiative werde sich unter anderem auf wissenschaftliche Themen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt konzentrieren. Dabei setzen die UN unter anderem auf "hoffnungsvolle Inhalte", die für die internationale Zusammenarbeit eintreten, sagte die UN-Kommunikationschefin Melissa Fleming. Mit der Aktion soll den weit verbreiteten Falschnachrichten und Verschwörungstheorien im Netz mit mehr verifizierten Nachrichten entgegengewirkt werden. Die Vereinten Nationen wollen dabei auch mit Influencern in den Sozialen Medien, Organisationen und der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Die serbische Regierung öffnet die Grenzen des Landes für Ausländer, ohne dass diese einen Corona-Test vorlegen oder sich in Quarantäne begeben müssen. Dies beschloss das Kabinett am Donnerstag. Bislang war die Einreise nach Serbien für ausländische Staatsbürger nur in Ausnahmefällen möglich. Die neue Regelung tritt am Freitag in Kraft. Reisende erhalten an den Grenzübergängen lediglich Informationsblätter, die sie auf die Gefahren der Corona-Pandemie aufmerksam machen.

    Serbien hatte in den letzten Wochen rückläufige Ansteckungszahlen verzeichnet. Bis zum Donnerstag waren in dem Balkanland 10.919 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 237 Tote wurden gemeldet.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Wegen der Corona-Pandemie ist der wegen Betrugs verurteilte Ex-Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, vorzeitig aus dem Gefängnis freigekommen. Wie ein AFP-Fotofraf beobachtete, verließ der 53-Jährige am Donnerstag das Gefängnis in New York. Den Rest seiner Freiheitsstrafe soll er nun im Hausarrest verbüßen. Cohen war seit Mai 2019 im Bundesgefängnis Otisville im Nordwesten des Bundesstaates New York in Haft und sollte dort eigentlich noch bis November 2021 bleiben. Seine Anwälte hatten bereits im März beantragt, dass Cohen wie mehr als 2000 andere Häftlinge in Bundesgefängnissen von der Ausnahmeregelung profitiert, wegen der erhöhten Gefahr einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus in Haftanstalten seine Strafe statt im Gefängnis zu Hause absitzen zu dürfen.

    Ein New Yorker Gericht hatte Cohen im Dezember 2018 wegen Steuer- und Finanzdelikten sowie Falschaussagen verurteilt. Die Delikte beging Cohen großteils im Zusammenhang mit seiner früheren Tätigkeit für Trump und dessen Konzern. Im Zuge der Ermittlungen gegen Cohen entzweiten sich Trump und sein früherer Anwalt. Durch einen mehrmonatigen Aufschub seines Haftantritts bekam Cohen die Möglichkeit, vor dem US-Kongress zu seinen Vorwürfen gegen Trump auszusagen. In einer dramatischen Anhörung im Februar 2019 legte er seinem früheren Chef diverse Rechtsverstöße sowie gewohnheitsmäßiges Lügen zur Last.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    In Mecklenburg-Vorpommern sind innerhalb eines Tages keine neuen Corona-Infektionen festgestellt worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Donnerstag mit. Es war das zweite Mal seit Beginn der Pandemie, dass keine Neuinfektionen in dem Land registriert wurden. Allerdings war Donnerstag auch ein Feiertag. Insgesamt wurden dort bislang 762 Menschen positiv auf das Virus getestet. Auch in Hamburg und Sachsen-Anhalt gab es schon Tage, an denen keine neue Infektion registriert wurde.

    Bundesweit sind bis Donnerstagnachmittag über 176.800 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 8153 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch bei 0,88 (Datenstand 20.5. 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Liegt er längere Zeit unter 1, so geht der Ausbruch zurück.

    Nach weiteren Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 158.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    CSU-Chef Markus Söder rechnet nicht mit einer Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland. "Es wird aus meiner Sicht keine Impfpflicht geben, aber klare Empfehlungen, für welche Gruppen das Impfen gut wäre", sagte der bayerische Ministerpräsident dem "Münchner Merkur" (Freitag). Die aktuelle Debatte um die Einführung einer Impfpflicht halte er für absurd. "Wir haben ja noch nicht mal einen Impfstoff! Wenn es einen gibt, werde ich mich auf jeden Fall als einer der ersten impfen lassen." Damit könne er sich selbst und andere vor einer Ansteckung schützen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Nach einer Zunahme von Corona-Infektionen hat die im Gazastreifen herrschende Hamas Einreisen in das Gebiet vorerst untersagt. Wie ein hochrangiges Mitglied der islamistischen Palästinenserorganisation am Donnerstag ankündigte, werden die beiden einzigen Personen-Grenzübergänge Rafah und Erez bis Ende Juni für Einreisende geschlossen.In dem dicht besiedelten Küstenstreifen leben zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Rafah ist die Verbindung des Gazastreifens nach Ägypten, Erez nach Israel.

    Der Corona-Ausbruch im Gazastreifen verlief entgegen der Befürchtungen bislang glimpflich. Nach Angaben des Gaza-Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden in den vergangenen drei Tagen jedoch 29 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Zahl aller bekannten Fälle seit Ausbruch des Virus in dem Gebiet am 5. März stieg damit auf 49. Todesfälle sind bislang nicht bekannt.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hält eine baldige flächendeckende und zugleich verantwortungsvolle Öffnung von Schulen und Kitas für wünschenswert. "Aus Sicht des Kinderwohls wäre es das Beste, wenn alle Kinder so schnell wie möglich wieder wie gewohnt in ihre Kitas und Schulen gehen könnten", sagte Giffey dem "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). "Denn Kinder brauchen Kinder."

    "Sie leiden unter der jetzigen Situation und können Schaden nehmen, je länger diese anhält", fügte Giffey hinzu. Für die Entwicklung von Kindern aus sozial schwierigen Verhältnissen und auch für alle anderen sei es problematisch, wenn sie so lange ohne professionelle Bildungsanleitung auskommen müssten.

    Dennoch müssten weiterhin Schritte zur weiteren Öffnung und der Gesundheitsschutz miteinander abgewogen werden, betonte Giffey. Zudem sei es wichtig, dass die Entwicklung in der erweiterten Notbetreuung und im eingeschränkten Regelbetrieb wissenschaftlich begleitet werde. "Dafür bauen wir gerade ein bundesweites Kitaregister auf, das wöchentlich aktuelle Informationen zur Situation und zum Infektionsgeschehen in den Kitas bundesweit sammeln und auswerten wird", sagte die SPD-Politikerin. Zusammen mit den weiteren Testergebnissen der Länder und aus dem jetzt anlaufenden Kita-Alltag könne man hoffentlich zeitnah fachlich fundierte Schlüsse für die zügige, aber auch verantwortungsvolle weitere Öffnung ziehen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Entwarnung beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern: Die drei Corona-Verdachtsfälle haben sich nicht
    bestätigt.
    Die veranlassten Tests bei den betroffenen drei Personen sind alle negativ ausgefallen, teilten die Pfälzer mit. Damit gibt es weiterhin keine mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Personen innerhalb der 40-köpfigen Testgruppe des viermaligen deutschen Meisters, der am Freitag wieder das nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ausgesetzte Mannschaftstraining aufnimmt.

    Am Mittwoch hatte es im Rahmen der seit vergangener Woche regelmäßig durchgeführten Testreihen drei Verdachtsfälle bei den Roten Teufeln gegeben. Das betroffene Trio hatte sich daraufhin umgehend - wie auch die Kontaktpersonen - in eine häusliche Quarantäne begeben.

Wissenscommunity