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Impfnachweis für ganz Europa Start schon heute – So funktioniert der digitale Corona-Impfpass

Impfnachweis für ganz Europa: Start schon heute – So funktioniert der digitale Corona-Impfpass
Sehen Sie im Video: Kleiner Ort in Bayern ist Vorreiter beim digitalen Impfnachweis.




Im oberbayerischen Ebersberg wird vorausschauend gearbeitet. Denn die Informationen über eine durchgeführte Corona-Impfung können nun neben dem bekannten gelben Impfausweis seit Kurzem auch digital auf einem Handy hinterlegt werden. In wenigen Tagen soll diese Möglichkeit dann auch bundesweit bestehen. Denn Impfzentren und Arztpraxen soll der Zugriff auf die App zur Verfügung gestellt werden. Nur ein Ausweis-Code muss eingetragen werden, dann kann das Datenschutz-konforme und fälschungssichere Dokument heruntergeladen oder vorgezeigt werden. Entwickelt wurde das System federführend in Sachsen-Anhalt und Bayern. Landrat Robert Niedergesäß begründet die Unterstützung seines Kreises bei der Erstellung eines digitalen Impfnachweises: "Ja, wir wollen natürlich die innovativen Lösungen unterstützen. Jetzt auch gerade in einer Phase, wo immer mehr Menschen geimpft sind. Und es wird ja auch darüber diskutiert, dass Menschen, die geimpft sind, auch Vorteile erhalten sollen. Sprich, sie mit einem entsprechenden Impfausweis von Tests, von Maskenpflicht, von Quarantäne bei Rückreisen entsprechend befreien können. Die Menschen wollen ja auch Vorteile haben mit einer Impfung. Insofern halten wir eine digitale Lösung, die unser Technikpartner uns angeboten hat, für den richtigen Weg." Derzeit sei der praktische Nutzen für die Bürger zwar noch überschaubar. Aber auf diesem Weg ist man darauf vorbereitet, wenn die Bundesregierung oder die EU den genauen Weg beschließen, wie der digitale Impfnachweis aussehen soll. Denn dann bräuchte man diese nun bereits generierten Daten nur noch zu übertragen.
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Schneller als erwartet kommt der digitale Corona-Impfpass. Gesundheitsminister Jens Spahn will noch Details vorstellen, doch Vieles ist schon bekannt. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Impfzertifikat auf dem Smartphone.

Kurz vor der Hauptreisezeit soll der lange geplante digitale Nachweis für Corona-Impfungen kommen. Es geht um eine praktische Ergänzung zum Impfheft auf Papier - für Millionen Bürger aber erst nachträglich.

Die Idee hinter dem digitalen Corona-Impfpass

Eine vollständige Corona-Impfung soll man künftig auch per Smartphone nachweisen können - mit einem digitalen Impfpass, der am heutigen Donnerstag an den Start gehen soll. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Einzelheiten dazu in Berlin vorstellen. Die Anwendung namens "CovPass" soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Dabei geht es um eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Vorgesehen ist auch, dass sich mehrere Millionen bereits geimpfte Menschen den digitalen Nachweis etwa bei Ärzten und Apotheken nachträglich besorgen können.

Eine Hand hält einen gelben Impfpass und ein Smartphone mit der "CovPass-App" auf dem Display hoch
Der Impfnachweis auf dem Smartphone soll auch dafür sorgen, dass man den Impfpass aus Papier nicht ständig bei sich haben muss
© Oliver Berg / DPA

Impfnachweis für ganz Europa

Deutschland setzt mit dem "CovPass" ein Vorhaben der Europäischen Union um. Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die EU habe die Chance, damit einen Maßstab zu setzen, sagte Spahn. Wenn man einen QR-Code mit dem Handy im Restaurant vorzeige und dies in Italien, Finnland oder Portugal als Impfnachweis erkannt werde, sei das "einmalig" im Vergleich zu nationalen Insellösungen.

Wie man den digitalen Impfpass bekommt

Den digitalen Nachweis soll man sich direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen können. Dafür wird ein Code erzeugt, den man gleich mit dem Smartphone abscannen oder auf Papier mitnehmen und später scannen kann. Genutzt werden kann der Nachweis dann über eine kostenlose App, die ihn lokal auf dem Handy speichert.

Wie bereits Geimpfte ihn bekommen

Knapp 19 Millionen Bürger sind inzwischen schon vollständig geimpft, ehe der digitale Nachweis starten konnte. Sie können ihn aber noch nachträglich bekommen. Impfzentren sollen ihn ausgedruckt per Post zuschicken. Außerdem können Ärzte und auch Apotheken ein Zertifikat erstellen. Viele Apotheken wollen dies ab kommendem Montag anbieten, wie die Branchenvereinigung ankündigte.

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Maßnahmen gegen Fälschungen

Um Missbrauch zu vermeiden, dürfen nur autorisierte Personen den digitalen Impfnachweis erstellen. Geschieht dies nachträglich ausgehend vom Papier-Impfheft, soll man auch einen Ausweis vorzeigen müssen, wie das Gesundheitsministerium erläutert. Apotheken könnten die gelben Impfbücher auf Fälschungen überprüfen, wie sie es bei anderen Dokumenten wie Rezepten auch schon tun.

Diese Apps können den digitalen Impfpass zeigen

Der digitale Impfnachweis kann nicht nur über die neue "CovPass"-App angezeigt werden, sondern auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes - die schon mehr als 28 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Experten schätzen, dass 25 Millionen Menschen sie aktiv nutzen. Der Unterschied: Die "CovPass"-App hat anders als die Corona-Warn-App keine Kontaktverfolgungsfunktion.

Weitere Quellen:Bundesgesundheitsministerium.

tkr DPA

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