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Erektionsstörungen: Neue Tablette macht Männern Mut

Jeder zweite deutsche Mann über 50 hatte schon einmal mit Erektionsproblemen zu kämpfen. Eine neue Tablette macht die Behandlung einfach.

Nur jeder zehnte deutsche Mann, der an Erektionsstörungen leidet, lässt sich behandeln. Die Bayer-Forschung hat nun eine neue Tablette entwickelt: Sie ermutigt Männer, endlich etwas gegen ihr Problem zu unternehmen und zum Arzt zu gehen.

Jeder zweite deutsche Mann über 50 hatte schon einmal mit Erektionsproblemen zu kämpfen. Doch gerade einmal zehn Prozent der Betroffenen lassen sich dagegen behandeln. Die neu entwickelte Tablette geht die Erektionsprobleme gezielt an.

Das neue Medikament enthält den Wirkstoff Vardenafil und zählt zu den so genannten PDE-5-Hemmern. Die Wirkweise setzt direkt im Schwellkörper des Penis an: Wird ein Mann sexuell stimuliert, wird nach Freisetzung von Botenstoffen die glatte Muskelzelle im Schwellkörper entspannt. Dadurch strömt Blut ein und es kommt zu einer Erektion. Der wichtigste Botenstoff wird von dem sogenannten Enzym Phosphodiesterase-5 abgebaut; die Folge ist die Erschlaffung des Penis. Hier greift die Bayer-Tablette ein: Sie hemmt das Enzym, und die Erektion bleibt erhalten.

Männer sollen den Spaß am Sex wieder entdecken

"Männern mit Erektionsstörungen möchte ich dringend raten, sich an einen Urologen zu wenden", so Dr. med. Theodor Klotz vom Klinikum für Urologie in Weiden. "Angesichts der Vielzahl der neuen Behandlungsmöglichkeiten kann er ihnen in vielen Fällen schnell aus der belastenden Situation helfen."

Mit der neuen Tablette sollen Männer den Spaß am Sex wieder entdecken. Die Anwendung ist unkompliziert: Bereits 25 Minuten nach der ersten Einnahme kann die Wirkung einsetzen und dann bis zu fünf Stunden anhalten. So haben Paare genug Zeit, sich der Liebe entspannt zu widmen. Zudem ist das Medikament gut verträglich.

Mit der Zulassung für die rezeptpflichtige Tablette wird im Frühjahr 2003 gerechnet.

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