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Ernährung: Deutsche sind Diät-Muffel

Jeder achte Deutsche hat in den vergangenen Jahren eine Diät gemacht - damit sind wir Schlusslicht in Westeuropa. Genützt haben die Schlankheitskuren bei den meisten aber ohnehin wenig.

Deutsche sind im Vergleich zu anderen Westeuropäern oder US-Amerikanern Diät-Muffel. Nur 13 Prozent hätten in den vergangenen beiden Jahren versucht, ihr Körpergewicht durch eine Schlankheitskur oder mehr Sport zu verringern, geht aus einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg hervor. Die Konsumforscher hatten im Auftrag der Zeitung "Wall Street Journal Europe" im September und Oktober mehr als 20.000 Menschen in 20 Länden nach ihrer Einstellung zu Diäten befragt.

Die Bundesbürger lägen damit deutlich hinter Briten und Amerikanern, die jeweils mit einem Anteil von 27 Prozent überdurchschnittlich großes Interesse an Schlankheitsdiäten zeigten. Größere Diätmuffel seien lediglich Zentral- und Osteuropäer. Dort habe in den vergangenen beiden Jahren im Schnitt nur jeder Zehnte eine Diät begonnen. In Westeuropa bildeten westdeutsche Männer beim Diätbewusstsein sogar das Schlusslicht: Nur sechs Prozent hätten in den vergangenen beiden Jahren abzunehmen versucht.

Nur Amerikaner sind noch erfolgloser

Diejenigen Bundesbürger, die sich zu einer Diät durchgerungen hätten, seien bei diesem Unterfangen im internationalen Vergleich zudem relativ erfolglos gewesen: 66 Prozent hätten bei der Befragung angegeben, ihre Schlankheitskur habe nicht die gewünschte Wirkung gehabt. Sie seien dabei aber in bester Gesellschaft mit Ungarn (66 Prozent), Tschechen (65 Prozent) und Franzosen (63 Prozent). Noch geringer war hingegen der Erfolg bei US-Amerikanern; von ihnen verfehlten 75 Prozent das Ziel ihrer Diät.

DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?